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Bluewin TV fährt mehr Verlust als Umsatz ein

1 Antworten1'241 AufrufeGestartet von Puma27 ·

Puma27Themenstart385 Beiträge
#1
Das Fernsehangebot ist ein wackliger Pfeiler der Swissom. Höhere Einmalkosten für die Kunden und eine Light-Variante sollen ihn stabilisieren.

Bluewin TV ist eine Enttäuschung: Zu spät gestartet, zu instabil, zu teuer bei der Installation. Zeitweise waren die Einmalkosten beim Kunden sogar so hoch, dass es vier Jahre gedauert hätte, bis die Swisscom diese mit den Abogebühren wieder eingenommen hätte.

Auch ins neue Jahr ist Bluewin TV nicht gerade glücklich gestartet: Im ersten Quartal übersteigt der Verlust den Umsatz. Den 7 Millionen Franken, welche die Swisscom mit Abogebühren eingenommen hat, steht laut Swisscom-Chef Carsten Schloter ein Verlust von bis zu 8 Millionen gegenüber. Dabei waren die ersten drei Monate 2008 eigentlich günstig: Das Fernsehangebot wird erst seit Ostern wieder beworben. Dementsprechend tief dürften die Marketinkosten ausgefallen sein.

Kommt hinzu, dass für den Verlust nicht allein die Installationskosten verantwortlich sind. Diese liegen im Moment «deutlich unter Tausend Franken» pro Kunde, so Schloter. Bei 5000 Neukunden im ersten Quartal und geschätzten Installationskosten von 900 Franken wären das insgesamt 4,5 Millionen. Der Verlust beträgt aber bis zu 8 Millionen. Damit ist klar: Die Abogebühren der Kunden reichen nicht einmal, um die Betriebskosten zu decken.

Um Bluewin TV profitabel zu machen, muss die Swisscom also sowohl die Kundenzahl erhöhen als auch die Installationskosten weiter senken. Zwei Massnahmen sollen dabei helfen, eine ist bereits seit längerem bekannt: Die Swisscom bietet neu eine abgespeckte Version des Fernsehangebots an. Diese kostet nicht nur weniger, sondern ist auch für eine grössere Zahl von Kunden erhältlich. Grund: Sie braucht weniger Bandbreite, weil die Kunden keinen Harddisk-Recorder bekommen und so weder Sendungen aufnehmen noch zeitverzögert fernsehen können.

Neu zahlt der Kunde 290 Franken

Die Installation beim bisherigen Produkt war vor allem darum so teuer, weil veraltete Hausverkabelungen erneuert werden mussten. Darum lehnt die Swisscom Kunden mit schlechten Kabeln seit einiger Zeit ab. Die abgespeckte Version soll solchen Kunden als Alternative dienen. Die Basisversion hat noch einen weiteren entscheidenden Vorteil: Installieren muss sie der Kunde allein.

Trotzdem ist seit gestern klar, dass nicht jeder, der Bluewin TV will, es auch bekommen wird. Deutlich gemacht hat das ein Systemwechsel: Fürs 2007 wies die Swisscom noch die Zahl der angemeldeten Kunden aus, die sich damals auf 70 000 belief. Neuerdings gibt sie nur noch die Zahl der zahlenden Kunden an, und die liegt über 15 Prozent tiefer. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kunde Bluewin TV bestellt, aber auf Grund der Verkabelung nicht bekommt, ist zu hoch.

Die zweite Massnahme wurde ohne grosses Aufheben eingeführt: Die Einmalkosten für den Kunden wurden deutlich angehoben. Bisher zahlte der Neukunde 95 Franken für die Installation. Ab 1. Juni werden es 290 Franken sein. Hätte diese Massnahme bereits im letzten Quartal gegolten, hätte die Swisscom bei 5000 Neuinstallationen immerhin 1 Million Franken gespart.

Konzernweit ist das Quartalsergebnis solid. Der Umsatz legte dank Fastweb um 20 Prozent zu, in der Schweiz sank er leicht.

Quelle:Tages-Anzeiger - News - Übersicht

Hier geht es zu der Diskussion:http://www.digi-tv.ch/allgemeines/3292-bluewin-tv-faehrt-mehr-verlust-als-umsatz-ein-diskussion.html#post39073

jonny415 Beiträge
#2
Schade schade - trotzdem, ich sehe BWTV in der Schweiz aktuell als Zukunft was VoD betrifft.

Seite 1 von 1 · 2 Beiträge in diesem Thema