Bakom: Nationale Anhörung für digitales terrestrisches Fernsehen DVB-T
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Biel-Bienne, 23.03.2010 - Um die Bedürfnisse der interessierten Kreise zur Verbreitung von digitalen TV-Programmen in der Schweiz abzuklären, eröffnet das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) eine Anhörung. Die interessierten Kreise können ihre Stellungnahmen zur allfälligen Vergabe von neuen DVB-T-Konzessionen bis am 12. Mai 2010 einreichen.
Das BAKOM möchte insbesondere abklären, wie gross das Interesse der Diensteanbieter und anderer potentieller Akteure aus dem Kommunikationsbereich ist, digitale terrestrische TV-Programme in der Schweiz zu verbreiten. Derzeit werden einzig die Programme der SRG SSR idée suisse über DVB-T verbreitet und zwar auf nationaler Ebene. Das BAKOM möchte zudem den Bedarf der Marktakteure an digitalen terrestrischen Übertragungskapazitäten abklären und Daten sammeln, um die Erfolgsaussichten der neuen Verbreitungssysteme auf lokaler, regionaler oder nationaler Ebene abzuschätzen.
Die Ergebnisse der Konsultation sollen Aufschluss darüber geben, ob ausreichend Frequenzen für alle potentiellen Anbieter vorhanden sind. Diese Information dient als Grundlage, um zu entscheiden, ob die betreffenden Frequenzen direkt zugeteilt oder allenfalls ausgeschrieben werden.
Die Konsultation ist offen für alle interessierten Kreise (Netzbetreiber, Dachverbände der Medienbranche, öffentlich-rechtliche Körperschaften).
Quelle
Das BAKOM möchte insbesondere abklären, wie gross das Interesse der Diensteanbieter und anderer potentieller Akteure aus dem Kommunikationsbereich ist, digitale terrestrische TV-Programme in der Schweiz zu verbreiten. Derzeit werden einzig die Programme der SRG SSR idée suisse über DVB-T verbreitet und zwar auf nationaler Ebene. Das BAKOM möchte zudem den Bedarf der Marktakteure an digitalen terrestrischen Übertragungskapazitäten abklären und Daten sammeln, um die Erfolgsaussichten der neuen Verbreitungssysteme auf lokaler, regionaler oder nationaler Ebene abzuschätzen.
Die Ergebnisse der Konsultation sollen Aufschluss darüber geben, ob ausreichend Frequenzen für alle potentiellen Anbieter vorhanden sind. Diese Information dient als Grundlage, um zu entscheiden, ob die betreffenden Frequenzen direkt zugeteilt oder allenfalls ausgeschrieben werden.
Die Konsultation ist offen für alle interessierten Kreise (Netzbetreiber, Dachverbände der Medienbranche, öffentlich-rechtliche Körperschaften).
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CHfish3'690 Beiträge
Ich bin ja gespannt, wer sich überhaupt meldet...
CHfish
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Meridion146 Beiträge
Ich bin ja gespannt, wer sich überhaupt meldet...Mit ein paar regionalen Frequenzen könnte man z.B. den Grossraum Zürich sehr einfach mit einem günstigen, terrestrischen Basispaket (mit DVB-T2 sogar recht effizient) als Konkurrenz zu CC und SC versorgen.
Da könnte jeder TV mit CI-Slot und DVB-T(2) Tuner mitmachen...
/emoticons/default_smile.png 🙂
schnuerbel1'837 Beiträge
In Frankreich hat Canal+ beachtlichen Erfolg mit verschlüsseltem DVB-T (dort: TNT).
Wenn Teleclub nicht mal wieder eine Chance verpennt, dann könnte das durchaus zu einem guten Zusatzgeschäft werden, bei welchem sie das TC PayTV-Paket direkt an den Endkunden vermarkten könnten.
Zumindest in den französischen "Carrefour"- und "Fnac"-Läden sind die Gestelle voll mit zahlreichen, bezahlbaren TNT-Empfängern (mit und ohne Festplatte). Zum Teil gibts zu den Empfängern gleich ein Canal+-Schnupperabo für einen Monat dazu.
Man stelle sich das in der Schweiz vor. Wenn man also z.B. Teleclub ohne SwisscomTV oder ohne Cablecom / Quickline überall, wo DVB-T empfangbar ist, abonnieren könnte, dann wäre das schon der Hammer.
Wenn Teleclub nicht mal wieder eine Chance verpennt, dann könnte das durchaus zu einem guten Zusatzgeschäft werden, bei welchem sie das TC PayTV-Paket direkt an den Endkunden vermarkten könnten.
Zumindest in den französischen "Carrefour"- und "Fnac"-Läden sind die Gestelle voll mit zahlreichen, bezahlbaren TNT-Empfängern (mit und ohne Festplatte). Zum Teil gibts zu den Empfängern gleich ein Canal+-Schnupperabo für einen Monat dazu.
Man stelle sich das in der Schweiz vor. Wenn man also z.B. Teleclub ohne SwisscomTV oder ohne Cablecom / Quickline überall, wo DVB-T empfangbar ist, abonnieren könnte, dann wäre das schon der Hammer.
Meridion146 Beiträge
Wenn Teleclub nicht mal wieder eine Chance verpennt, dann könnte das durchaus zu einem guten Zusatzgeschäft werden, bei welchem sie das TC PayTV-Paket direkt an den Endkunden vermarkten könnten.Die flächendeckenden Verbreitungskosten über DVB-T sind für Teleclub wohl zu teuer. Der Kunde würde es wahrscheinlich nicht verstehen, wenn es zu viele Versorgungslücken gäbe und/oder Indoor-Empfang nicht möglich wäre.
Dass man ein staatlich subventioniertes Geschäftsmodell anstrebt, halte ich für eher nicht realistisch.
schnuerbel1'837 Beiträge
Die flächendeckenden Verbreitungskosten über DVB-T sind für Teleclub wohl zu teuer. Der Kunde würde es wahrscheinlich nicht verstehen, wenn es zu viele Versorgungslücken gäbe und/oder Indoor-Empfang nicht möglich wäre.Na das sind doch schlagende, problemorientierte Argumente. Ich stelle mir da nur die Frage, weshalb sich Teleclub überhaupt einem Unternehmensrisiko aussetzt. Versorgungslücken, fehlender Indoor-Empfang und verständnislose Kunden. Schlimm ist die Welt des Wettbewerbs...
Dass man ein staatlich subventioniertes Geschäftsmodell anstrebt, halte ich für eher nicht realistisch.Ich denke nicht, dass - meine Analogie im obigen Posting beiziehend - Canal+ in Frankreich deren PayTV-Netz im Rahmen eines staatlich subventionierten Geschäftsmodells betreiben.
Dort nimmt man DVB-T als das, was es ist: Unkomplizierter Komplementärempfang für Leute ohne Sat-Schüssel und ohne Kabelanschluss, die nicht mehr brauchen, als ein Bouquet von 18 Gratis-Sendern (inkl. HDTV) und einer handvoll von (Canal+)-PayTV-Programmen.
Meridion146 Beiträge
bearbeitet #7
Schlimm ist die Welt des Wettbewerbs...Ich vermute mal, dass auch Teleclub Geld verdienen möchte...
Die Geschäftsmodelle für Pay-TV können zwischen den verschiedenen Ländern kaum verglichen werden. Die Voraussetzungen sind in diversen wichtigen Parametern einfach zu unterschiedlich. Daher ist es gar nicht so einfach, von einem in Frankreich vielleicht erfolgreichen Modell darauf zu schliessen, dass es in der Schweiz auch erfolgreich sein müsste.
Anubis875 Beiträge
ich würde mich schon mit den lokalsendern über dvb-t freuen, da wäre der umstieg auf sat nicht mehr weit
schnuerbel1'837 Beiträge
Ich vermute mal, dass auch Teleclub Geld verdienen möchte...Das sehe ich auch so. Und klar ist, dass ich die Kostenstruktur einer PayTV-Verbreitung über DVB-T nicht kenne. Da aber die Empfangsgeräte erhältlich sind, sowie die Signalinfrastruktur für die Verbreitung von DVB-T bereits besteht, könnte ich mir gut vorstellen, dass das Risiko und die finanziellen Aufwände sich in Grenzen halten würden.
Die Geschäftsmodelle für Pay-TV können zwischen den verschiedenen Ländern kaum verglichen werden. Die Voraussetzungen sind in diversen wichtigen Parametern einfach zu unterschiedlich. Daher ist es gar nicht so einfach, von einem in Frankreich vielleicht erfolgreichen Modell darauf zu schliessen, dass es in der Schweiz auch erfolgreich sein müsste.
Ich bin ja mal gespannt, welche Sender es letztlich ins DVB-T Bouquet schaffen werden. Vielleicht gibts dann sogar HD Suisse? (Star TV, U1, SSF, 9 Live und Schweiz 5 sind eh sicher als must-carry drin...)
CHfish3'690 Beiträge
Hier noch die Antwort des BAKOMs auf die Frage, warum die Regionalsender nicht über DVB-T reinkommen:
Der Bundesrat hat im Anhang zur Radio- und Fernsehverordnung festgelegt, welche Regionalfernsehprogramme ein Zugangsrecht zu terrestrischen DVB-T-Sendern erhalten. Es sind dies ausschliesslich die TV-Stationen im Kanton Graubünden, im Wallis und in der Agglomeration Genf (Genf hat eine schlechte Verkabelung!). Den TV-Stationen aus den andern Regionen ist es freigestellt, ihre Angebote über DVB-T zu verbreiten. Der Bundesrat sieht aber aufgrund der hohen Verkabelungsdichte in den (Flachland)Regionen keine medienpolitische Dringlichkeit, den dort tätigen Stationen auch ein Zugangsrecht zu terrestrischen Sendern zu gewährleisten.
CHfish
Der Bundesrat hat im Anhang zur Radio- und Fernsehverordnung festgelegt, welche Regionalfernsehprogramme ein Zugangsrecht zu terrestrischen DVB-T-Sendern erhalten. Es sind dies ausschliesslich die TV-Stationen im Kanton Graubünden, im Wallis und in der Agglomeration Genf (Genf hat eine schlechte Verkabelung!). Den TV-Stationen aus den andern Regionen ist es freigestellt, ihre Angebote über DVB-T zu verbreiten. Der Bundesrat sieht aber aufgrund der hohen Verkabelungsdichte in den (Flachland)Regionen keine medienpolitische Dringlichkeit, den dort tätigen Stationen auch ein Zugangsrecht zu terrestrischen Sendern zu gewährleisten.
CHfish
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