Abstimmungen auf Knopfdruck
16 Antworten2'540 AufrufeGestartet von powerzug ·
Hallo zusammen
Cool würde ich finden das in Zukunft
über Identitätsnachweis Herr und Frau
Schweizer über die TV Fernbedienung
abstimmen könnten. So könnte viel Aufwand gespart werden, und das System zählt dann automatisch die Ja und Nein stimmen, und wäre für jeden TV Benutzer sichtbar. Wer weiss vielleicht in 20 Jahren ist dies vielleicht bald Realität. Wie denkt ihr darüber findet ihr dies eine gute Idee ???
Cool würde ich finden das in Zukunft
über Identitätsnachweis Herr und Frau
Schweizer über die TV Fernbedienung
abstimmen könnten. So könnte viel Aufwand gespart werden, und das System zählt dann automatisch die Ja und Nein stimmen, und wäre für jeden TV Benutzer sichtbar. Wer weiss vielleicht in 20 Jahren ist dies vielleicht bald Realität. Wie denkt ihr darüber findet ihr dies eine gute Idee ???
roman709'245 Beiträge
Technisch ja nicht wirklich ein Problem.
Die TV-Anstalten müssten dann einfach noch ein Bezahlsystem integrieren können. Über teure 0900-Telefonnummern können sie viel einfacher über Telefon und SMS die Leute abzocken, was für sie wohl esentiell wäre. Darum werden sie wohl lieber bei der aktuellen Variante bleiben.
Die TV-Anstalten müssten dann einfach noch ein Bezahlsystem integrieren können. Über teure 0900-Telefonnummern können sie viel einfacher über Telefon und SMS die Leute abzocken, was für sie wohl esentiell wäre. Darum werden sie wohl lieber bei der aktuellen Variante bleiben.
frantic2'985 Beiträge
Dann müssten die Systeme aber noch viel sicherer werden!
Solange die Abstimmung nicht mal bei einer Quizshow zuverlässig klappt...
http://www.heise.de/mac-and-i/meldung/Panne-beim-TV-Quizduell-Das-ging-komplett-in-die-Hose-2187782.html?wt_mc=rss.apple.beitrag.rdf
Solange die Abstimmung nicht mal bei einer Quizshow zuverlässig klappt...
http://www.heise.de/mac-and-i/meldung/Panne-beim-TV-Quizduell-Das-ging-komplett-in-die-Hose-2187782.html?wt_mc=rss.apple.beitrag.rdf
PlasmaP784 Beiträge
Solange e-voting in der Schweiz grundsätzlich angezweifelt wird, muss man sich über eine Variante via TV keine weiteren Gedanken machen.
Die Herausforderung liegt [kürzest zusammengefasst] in der Lösung für folgende sich gegenseitig beissenden Anforderungen:
Die Herausforderung liegt [kürzest zusammengefasst] in der Lösung für folgende sich gegenseitig beissenden Anforderungen:
- Einhaltung des Wahlgeheimnisses: Es darf ohne Zutun des Wählers nicht möglich sein, seine Stimme seiner Person zuzuordnen. Eine schlichte Trennung von Wahlserver und Urnenserver wird dieser Anforderung nicht gerecht, da sich durch Kollaboration der beiden der Wähler identifizieren lässt.
- Quittungsfreiheit: Der Wähler darf nach der Wahl nicht nachweisen können, wofür er seine Stimme abgegeben hat.
- Allgemeinheit der Wahl: Es darf keine technisch bedingte Einschränkung des wahlberechtigten Personenkreises geben.
- hohe Robustheit: Auch der Ausfall von beliebigen Teilsystemen darf die Ergebnisermittlung nicht behindern.
- Authentifikation: Die Identität des Wählers muss zuverlässig überprüft werden.
- Korrektheit: Es muss ein korrektes Wahlergebnis ermittelt werden.
- Übertragungsintegrität: Es muss sichergestellt werden, dass bei der Übertragung der Stimmzettel diese nicht manipuliert werden können.
- Nichtvermehrbarkeit: Es muss sichergestellt werden, dass Stimmzettel nicht vermehrt werden können.
- Individuelle Verifizierbarkeit: Einzelne Wähler können die Zählung ihrer Stimme mathematisch überprüfen.
- Universelle Verifizierbarkeit: Jedermann kann die Korrektheit des Gesamtergebnisses mathematisch überprüfen.
- geringe Kommunikationskomplexität: Es werden möglichst wenig Daten zwischen den einzelnen Parteien übertragen,
- hohe Skalierbarkeit: Bei einem linearen Anstieg der Wählerzahl steigen auch die Hardwarekosten möglichst nur linear an, d.h. die Wahlsoftware lässt sich einfach auf viele Rechner verteilen.
- hohe Flexibilität des Stimmzettelformats: Es sind nicht nur einzelne Multiple-Choice-Abstimmungen, sondern (auf Wunsch der Wahlbehörden) beliebige Datenformate möglich.
- Orts- und Hardwareunabhängigkeit: Das Protokoll lässt eine Wahl von einem beliebigen PC mit Internetanschluss aus zu. Zur Stimmabgabe ist keine besondere Hardware, wie z. B. Chipkartenlesegerät notwendig.
powerzug1'157 Beiträge
Wählen mit Personen bezogenen Passwort und Registrierung wäre Eine Möglichkeit.
PlasmaP784 Beiträge
@powerzug: Zähle mal, gegen wieviele der aufgelisteten Anforderungen eine Wahl mit persönlichem Passwort und Registrierung verstösst /emoticons/default_wink.png
olifaessler4'260 Beiträge
bearbeitet #7
Viele dieser Anforderungen werden ja nicht mal von der momentan praktizierten Briefwahl erfüllt...
PlasmaP784 Beiträge
bearbeitet #8
@olifaessler: 100% richtig. Aber deshalb irrelevant, weil die meisten SchweizerInnen noch nie als Stimmenzähler amtiert haben oder gar einen kompletten Durchlauf von Stimmmaterial-Versand bis zur versiegelten Rückgabe sämtlicher eingegangenen Stimmunterlagen dabei waren.
Jeder der das tatsächlich mindestens einmal komplett begleitet hat weiss, dass man bei der aktuell eingesetzten Urnenwahl (inkl. brieflicher Stimmabgabe) grosszügig über die Nichteinhaltung einzelner Anforderungen hinwegsieht oder gar bewusst mit "Unregelmässigkeiten" lebt.
Beim e-voting wollen gewisse Kreise aber auf der vollständigen Einhaltung sämtlicher Anforderungen bestehen - weshalb das Projekt auch nicht vom Fleck kommt.
Jeder der das tatsächlich mindestens einmal komplett begleitet hat weiss, dass man bei der aktuell eingesetzten Urnenwahl (inkl. brieflicher Stimmabgabe) grosszügig über die Nichteinhaltung einzelner Anforderungen hinwegsieht oder gar bewusst mit "Unregelmässigkeiten" lebt.
Beim e-voting wollen gewisse Kreise aber auf der vollständigen Einhaltung sämtlicher Anforderungen bestehen - weshalb das Projekt auch nicht vom Fleck kommt.
Guest
Bitte kein e-voting in der Schweiz. Eine Abstimmung oder Wahl, wäre im Gegensatz zu jetzt, viel einfacher massenhaft manipulierbar.
Die Zeit für das Ausfüllen der Stimmzettel dürfen wir uns gerne nehmen.
Die Zeit für das Ausfüllen der Stimmzettel dürfen wir uns gerne nehmen.
CHfish3'690 Beiträge
Es gibt durchaus kryptographische (zugegebenerweise hoch anspruchsvolle) Verfahren, die sicheres Wählen / Abstimmern (siehe PlasmaP's Liste) erlauben würden.
Ich durfte mal an einer Hochschule einen entsprechenden Vortrag geniessen.
Für die meisten hier (inkl. mir) aber sicherlich mathematisch viel zu anspruchsvoll /emoticons/default_smile.png
Ich durfte mal an einer Hochschule einen entsprechenden Vortrag geniessen.
Für die meisten hier (inkl. mir) aber sicherlich mathematisch viel zu anspruchsvoll /emoticons/default_smile.png
Guest
Es ist gut möglich, dass es im Moment sehr sichere Verfahren gibt. Aber im Anbetracht des NSA-Skandal oder der OpenSSL Lücke sollten wir uns nicht darauf verlassen.
Ausserdem sollte ein Wahlverfahren von allen Wählern nachvollziehbar sein.
🙂
Ausserdem sollte ein Wahlverfahren von allen Wählern nachvollziehbar sein.
🙂
CHfish3'690 Beiträge
In dem von mir beschriebenen Fall geht es um theoretische Sicherheit, die dann nicht so einfach in der Praxis umgesetzt werden kann. Heartbleed & Co. sind da weniger ein Problem...
PlasmaP784 Beiträge
Interessante Aussage:
Ausserdem sollte ein Wahlverfahren von allen Wählern nachvollziehbar sein.Wie kannst Du im heutigen Verfahren (briefliche Stimmabgabe, Urnen-Abstimmung) nachvollziehen, ob Deine Stimme überhaupt und für die richtige Person (oder ja/nein bei Sachgeschäft) gezählt wurde? /emoticons/default_wink.png
CHfish3'690 Beiträge
Ich glaub er meinte die grundsätzliche Funktionsweise...
Guest
@CHfish: Ok, aber wie du ja geschrieben hast, wäre das nicht einfach umsetzbar. Und früher oder später gibt es zwangsweise auch technische Systeme die auf Fehler und Manipulation anfällig sind.
@PlasmaP: Ich meine das Wahlverfahren bzw. die Auszählung an und für sich und keine Verifikation der Stimmabgabe.
@PlasmaP: Ich meine das Wahlverfahren bzw. die Auszählung an und für sich und keine Verifikation der Stimmabgabe.
PlasmaP784 Beiträge
Was mir bisher niemand schlüssig beantworten kann: "Wieso muss e-voting Anforderungen erfüllen, die heute auch niemanden stören"?
Einerseits wird das Desinteresse an Abstimmungen & Wahlen - insbesondere bei Jugendlichen - bemängelt. Andererseits will man aber nicht auf die mobilen Gewohnheiten eingehen. Das Gejammere der durchschnittlich über 55% Nichtwähler ist jeweils dann am lautesten, wenn ihre Meinung von der "Minderheit" überstimmt wird.
@sven.s: Ich bin auch kein Freund der NSA. Aber die hätten kaum ein Interesse daran, die nächste Gripen- oder Mindestlohn-Abstimmung massgeblich zu manipulieren. Oder siehst Du das anders?
Einerseits wird das Desinteresse an Abstimmungen & Wahlen - insbesondere bei Jugendlichen - bemängelt. Andererseits will man aber nicht auf die mobilen Gewohnheiten eingehen. Das Gejammere der durchschnittlich über 55% Nichtwähler ist jeweils dann am lautesten, wenn ihre Meinung von der "Minderheit" überstimmt wird.
@sven.s: Ich bin auch kein Freund der NSA. Aber die hätten kaum ein Interesse daran, die nächste Gripen- oder Mindestlohn-Abstimmung massgeblich zu manipulieren. Oder siehst Du das anders?
CHfish3'690 Beiträge
@PlasmaP: Das zentrale Ding ist, das heute eine Manipulation schwierig machbar ist, weil es viele Augen hat, welche im Prozess involviert sind - ist alles Digital ist es schlechter nachvollziehbar...
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