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tosci

Roaming: Strafanzeige gegen Swisscom

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Quelle: konsumentenschutz.ch

 

Recherchen der Stiftung für Konsumentenschutz zeigen, dass Swisscom ihren Kunden während Jahren Roaming-Gebühren verrechnet hat, die gar nicht angefallen sind. Die Stiftung für Konsumentenschutz reicht deshalb Strafanzeige gegen Swisscom ein und fordert, dass die Gebühren vollumfänglich rückerstattet werden.

Spricht ein Anrufer eine Nachricht auf die Voicemail-Box eines Handy-Kunden, der sich im Ausland aufhält, kann das schnell teuer werden: Da der Anruf zuerst ins Ausland geleitet wird und nachher wieder zurück in die Schweiz auf den Voicemail-Server, werden dem Handy-Kunden die Roaming-Gebühren für eingehende als auch für abgehende Anrufe verrechnet, wobei jede angebrochene Minute aufgerundet wird.

Abonnements-Kunden übervorteilt

Recherchen der Stiftung für Konsumentenschutz zeigen, dass Swisscom seit „einigen Jahren“ ein sogenanntes Anti-Tromboning-System verwendet: Dieses System erkennt, ob sich der Angerufene im Ausland befindet. Spricht nun ein Anrufer (der sich meistens in der Schweiz befindet) auf die Combox eines Swisscom-Kunden, läuft der Anruf nicht mehr über ausländische Netze, sondern direkt vom Anrufer über das Schweizer Netz zu Swisscom. Damit sparte Swisscom die Roaming-Gebühren für solche Anrufe, verrechnete diese jedoch seit mehreren Jahren weiterhin ihren Kunden. Seit wann genau Swisscom dies so praktiziert, verschweigt das Unternehmen. Laut Swisscom komme das System „nur“ bei Abonnements-Kunden, nicht jedoch bei Prepaid-Kunden zum Einsatz. Zudem sei die Verwendung nicht in allen Ländern beziehungsweise bei allen ausländischen Anbietern möglich.

Strafanzeige gegen Swisscom

Die Stiftung für Konsumentenschutz reicht nun Strafanzeige gegen Swisscom ein und fordert die Rückerstattung der zu viel einkassierten Roaming-Gebühren. „Eine unbürokratische Entschädigung der betroffenen Kunden ist das Mindeste!“, verlangt Sara Stalder, Geschäftsleiterin der Stiftung für Konsumentenschutz.

Salt- und Sunrise-Kunden nicht betroffen

Auf Anfrage des Konsumentenschutzes gaben Salt und Sunrise an, kein Anti-Tromboning-System zu verwenden. Im Gegensatz zu Swisscom werden bei diesen Anbietern somit tatsächlich immer ausländische Netze beansprucht, wenn sich der Angerufene im Ausland befindet und eine Nachricht auf seine Voicemail-Box erhält.

 

Für mich war das eigentlich immer klar. Wenn ich im Ausland weile und mich jemand anrufen möchte, kommt doch der Anruf zuerst ins ausländische Netz, dort wird versucht mein Handy zu erreichen und wenn dies fehlschlägt, geht es zurück in die Schweiz auf meine Combox - folglich fallen auch Roamingebühren an. Woher soll das Schweizer Netz wissen ob ich gerade Empfang habe und erreichbar bin? Den Part mit dem "Anti-Tromboning-System" begreife ich auch nicht. Das System weiss doch, wenn ein Schweizer Kunde im Schweizer Netz eingeloggt ist - wäre ja unlogisch wenn es zuerst alle ausländischen Netze prüfen würde.... was soll denn daran also neu sein?

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Und die Nichtverwendung von Antitromboningsystemen sollte genauso strafbar sein. Da verdienen 2 Parteien an "Dienstleistungen" die gar nicht notwendig wären. Im Zeitalter der IP Telefonie ist es ein Hohn Anrufe immer noch an diversen Stellen zu terminieren.


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33 minutes ago, tosci said:

Für mich war das eigentlich immer klar. Wenn ich im Ausland weile und mich jemand anrufen möchte, kommt doch der Anruf zuerst ins ausländische Netz, dort wird versucht mein Handy zu erreichen und wenn dies fehlschlägt, geht es zurück in die Schweiz auf meine Combox - folglich fallen auch Roamingebühren an. Woher soll das Schweizer Netz wissen ob ich gerade Empfang habe und erreichbar bin? 

 

Lustig. Ich dachte immer andersrum: :-) Die Swisscom-Zentrale (da sie ja den Anfruf ins Ausland letztendlich vermittelt - sprich "managt") würde automatisch den Anruf ins Ausland beenden und hier lokal an die Combox umleiten, wenn der Roaming-Call nicht durchgeführt werden kann (nicht beantwortet, besetzt, usw.)

 

Dass die Telcos Anrufe nach dem System "Send and Forget" ins Ausland weiterdelegieren, von woher danach die Verbindung zur Combox mit Roaming-Gebühren zurück in die Schweiz aufgebaut wird, hätte ich nie für möglich gehalten. Das ist doch höchstgradig unnötig kostentreibend?

 

Andererseits bin ich mit der Materie nicht gross vertraut, da ich derart oft reise - meist aussereuropäisch - dass die Roaming-Gebühren (resp. die entsprechenden Regionen-Pakete) echt zu teuer für mich wären. Für einen Bruchteil des Geldes kaufe ich im Ausland immer direkt eine lokale Sim-Karte. 

 

Nach diesem Bericht fühle ich mich in meinem bisherigen Handeln bestärkt.

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@schnuerbel: klar ist es unnötig kostentreibend, aber der dumme Kunde bezahlt es ja, und der Provider verdient schön mit und behauptet scheinheilig er könne nix dagegen tun.


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