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Swisscom Quing (Heimautomation / Alarmanlage) Review

15 Antworten6'129 AufrufeGestartet von dakis ·

dakisThemenstart1'007 Beiträge
#1
Weiss nicht, ob ich das hier posten darf - aber ich habe drüben auf englishforum.ch mal einen Review zum neuen Quing System von Swisscom hochgehauen. Vielleicht interessiert's ja den einen oder anderen:

http://www.englishforum.ch/tv-internet-telephone/164810-review-swisscom-quing-home-security-home-automation-system.html

tosci5'731 Beiträge
#2
Du könntest es auch einfach hier posten. Werde in Kürze auch berichten, mein Starterkit wird heute geliefert /emoticons/default_smile.png

Gruss

Tosci

anykey5'528 Beiträge
#3
Tönt interessant

dakis1'007 Beiträge
#4
Du könntest es auch einfach hier posten. Werde in Kürze auch berichten, mein Starterkit wird heute geliefert /emoticons/default_smile.png
Gruss

Tosci
Ich übersetz den Artikel und poste ihn nachher hier - muss aber vorher kurz zur Post 🙂

dakis1'007 Beiträge
bearbeitet #5
Ich war seit längerem auf der Suche nach einer Heimautomatisierungslösung. Ich wollte aber was haben, für das ich keinen Elektriker brauche (bin selber nicht begabt in dieser Hinsicht). Vor ein paar Wochen hat Swisscom eine eigene Lösung namens "Quing" auf den Markt gebracht. Nach einigem Abwägen habe ich das Starterkit und ein paar Zwischenstecker bestellt.

Hier nun ein Testbericht.

Kosten:

Das Starter Mit kostet 689 Fr. + 19 Fr. pro Monat für den beinhalteten GSM-Service. Zusätzliche Komponenten kosten zwischen 44 Fr. (für weitere Fesnterkontakte) bis hin zu 169 Fr. für zusätzliche Kameras.

Was ist im Paket:

Das Starterkit beinhaltet einen Fenster- / Türkontakt, einen Bewegungsmelder, eine drahtlose Kamera, eine Fernbedienung, zwei Zwischenstecker, einen WiFi Router (der leider ausschliesslich mit dem Quing System verwendet werden kann - andere Geräte daran anzuschliessen klappt nicht) und das Quing Home Panel (das Herz der Installation)

Wie das ganze funktioniert und was es bringt:

Der beinhaltete WiFi Router wird ans ADSL- oder Kabelmodem angeschlossen. Dabei wird ein zusätzliches WLAN Netzwerk aufgebaut (zusätzlich dann, wenn man schon eines im Haus hat), welches nicht direkt vom Kunden angepasst werden kann. Es kommuniziert nur mit dem Quing Home Panel und der Überwachungskamera. Das Home Panel und die Kamera(s) sind die einzigen Komponenten, welche über WiFi kommunizieren. Die anderen Sensoren und Aktoren verwenden den Zigbee Standard und funken mit 1 - 10mW. Zudem funken diese nicht permanent, sondern nur, wenn Befehle auszuführen sind. Die Strahlungsbelastung durch Zigbee ist minimal und mit Bluetooth zu vergleichen. 

Das Home Panel ist das Nervenzentrum des Systems. Es fungiert sowohl als traditionelle Alarmanlage und als Zentrum für die Steuerung der Heimautomation. Die Alarmanlage ist aufgebaut wie jedes andere drahtlose Modell (ausser, dass man Quing über's Internet scharf schalten kann) - man kann die Sensoren und Melder in Zonen einteilen und dann entsprechende Aktionen definieren. Z.B. kann ein Foto geschossen werden über die Kamera, wenn der Bewegungsmelder ausgelöst wird.  Aktuell bietet Swisscom noch keine Ausschaltung auf eine Alarmzentrale an. Diese wird aber nächstes Jahr folgen und 39 Fr. im Monat kosten. Das klingt nach viel - wer aber schon eine Alarmanlage hat, weiss, das das eigentlich recht günstig ist, da der Preis für die zusätzliche Telefonleitung bereits mit drin ist. Im aktuellen Setup kann man sich bei einem Alarm selber benachrichtigen lassen. z.B. kann einem die Anlage Anrufen oder ein SMS schicken. 

Was die Automation betrifft, bietet Swisscom aktuell "nur" die Zwischenstecker. Über diese können alle Geräte an- und ausgeschaltet werden, die am Stecker hängen. Zudem überwachen die Zwischenstecker auch den Stromverbraucht der Geräte. Theoretisch sollte der Stecker auch in der Lage sein, den Standby Modus z.B. vom TV oder von einer Kaffeemaschine zu entdecken und dann den Strom zu kappen. Diese Funktion habe ich aber noch nicht gefunden. 

Ferngesteuert werden können die Geräte via dem Home Panel, über jeden beliebigen Web Browser und über die Quing Apps für Smartphones. Aktuell gibt es diese für Android und iOS - ich hoffe, dass Swisscom bald auch eine Windows Phone 8 Variante bringt (zumal WP8 gerade für den 4G Launch stark gepusht wird von SC). Die Zwischenstecker fungieren auch als Signalwiederholer für den Zigbee-Funk und helfen, die Abdeckung auch in grösseren Gebäuden zu gewährleisten. 

Es bleibt zu hoffen, dass Swisscom bald noch weitere Aktoren - z.B. solche für den Einbau in Lichtschalter - anbieten will. Andere Hersteller haben dies bereits. So ist z.B. ein ähnliches System auch über Homematic zu realisieren, wobei es für Homematic keine Zwischenstecker mit CH-Stecker gibt, was das ganze etwas witzlos macht.

Natürlich macht es keinen Spass, wenn man die Geräte nur manuell an- und ausschalten kann. Hier bietet Swisscom ein gut ausgebautes Regelsystem an. z.B. kann man über's Web Interface programmieren, dass jeden Abend um 23 Uhr bis morgens um 6 das WLAN und der TV ausgeschaltet werden. Darüber hinaus kann auch eingestellt werden, dass bei Dämmerung das Licht angeht etc. Man kann Intervalle setzen, Aktionen in regelmässigen Abständen (z.B. alle 2 Stunden) wiederholen lassen etc. Das ganze System ist sehr einfach und effizient zu konfigurieren. Natürlich kann man einen Teil der Funktionalität auch via Zeitschaltuhren abdecken, aber diese sind unflexibel und man hat den Remote-Management Teil natürlich nicht. 

Um sicherzustellen, dass das System auch bei einem Stromausfall weiterläuft, hat das Home Panel ein GSM-Modul und einen Notfallakku verbaut, der mehrere Stunden hält. Und da fliessen dann auch die 19 Fr. pro Monat Abokosten (Mindestvertragsdauer ist 12 Monate, der kleinste Abrechnungszeitrum ist 3 Monate) rein. Für meine bereits bestehende Alarmanlage zahle ich aber wesentlich mehr (25 Fr. fürs Handy Abo, 25 Fr. für den 2. Festnetzanschluss sowie 50 Fr. für die Alarmzentrale). Wenn Swisscom die Aufschaltung auf die Alarmzentrale anbietet, werde ich vermutlich mein System ganz auf Quing wechseln, auch wenn ich dann ca. 800 Fr. für zusätzliche Sensoren investieren muss. 

Probleme:

Das grösste Problem für mich ist, dass zwingend ein zusätzliches WLAN System eingerichtet wird. Wir haben ein Baby zu Hause und möchten den Elektrosmog so gering wie möglich halten. "Gelöst" haben wir das ganze so, dass wir den Router in den Keller verbannt haben. Dadurch ist das Signal im EG durch den Stahlbeton durch gerade noch so stark, dass das Home Panel noch funktioniert. Auf die Kamera müssen wir verzichten, wobei ich sowieso nicht vor hatte, diese zu verwenden. Habe keine Lust auf Videokameras in der Wohnung, vor allem dann nicht, wenn diese über's Web zugänglich sind. Auch wenn Swisscom hervorhebt, dass der Zugang sicher ist. 

Die Sache mit dem Zwangs-WLAN hätte übrigens gänzlich vermieden werden können. Mir ist nicht ganz klar, warum Swisscom darauf besteht. Der eingesetzte Netgear WLAN Router hat einen Ausschaltknopf für's WLAN. Das Home Panel hat auch einen Ethernet-Eingang. Letztere wurde aber offenbar absichtlich deaktiviert (Strom hat sie, liegt also nicht an der Hardware). Ansonsten hätte man einfach das Home Panel an einen der 4 Ethernetports anschliessen können. 

Abgesehen davon hat das System noch kleinere Macken - z.B. kann man sich offenbar nicht direkt ins Web Center einloggen. Stattdessen kommt nach dem Login immer zuerst der Quing Shop, was leicht nervt. Man muss sich dann oben rechts erneut einloggen, um reinzukommen. Zudem arbeitet Swisscom noch am System - zweimal war das Web Center nicht zugänglich (beide Male spät abends oder frühmorgens. Wenn man auf www.quing.com geht, kommt die Apache Setup-Seite - das sollte definitiv nicht sein!

Pros: 

- sehr leichte Installation für ein umfassendes Sicherheits- und Automatisierungssystem. 

- die Sensoren können mit Schrauben oder mit 3M Klebeband befestigt werden, somit eignet sich das System auch für Mietwohnungen

- Das Home Panel ist sehr leicht zu verwenden. Das trifft auch auf die Mobile Apps zu.

- Das Regelsystem ist exzellent

- Man kann das ganze System in weniger als einer Stunde zum Laufen bringen. Das ist sensationell.

- Die Bewegungssensoren sind haustiersicher

- Swisscom hat bereits diverse zusätzliche Komponenten für 2013 angekündigt (z.B. Zwischenstecker mit eingebautem Dimmer, Rauchmelder, Wassermelder etc.

Cons:

- Zusätzliches WiFi Signal im Haus, obwohl dies vermeidbar gewesen wäre

- keine WP8 App

- am System wird noch aktiv gewerkelt

- kostet 19 Fr. pro Monat (aber eben - günstiger als ein zusätzlicher GSM Anschluss)

- Die Komponenten sind recht teuer. 44 Fr. für einen Fensterkontakt ist schon etwas übertrieben, auch wenn andere Funksysteme ähnlich viel kosten.

Würde ich Quing empfehlen?

Ja, auf jeden Fall. Schneller kommt man kaum zu einem Alarmsystem für's Haus / für die Wohnung. Die Automatisierungsmöglichkeiten sind die 19 Fr. im Monat definitiv wert.

Weiter infos:

https://sso.quing.com/quing/

Disclaimer:

Ich habe mit Swisscom nichts zu tun.

tosci5'731 Beiträge
#6
Danke für das interessante Review - ich freue mich schon auf die Installation /emoticons/default_smile.png

LG

Tosci

dakis1'007 Beiträge
#7
Danke für das interessante Review - ich freue mich schon auf die Installation /emoticons/default_smile.png
LG

Tosci
ja, viel Spass! funktionierte bei mir problemlos

Tux0ne59 Beiträge
#8
Nachtmodus ist aktiv und du möchtest am Wochenende schlaftrunken die Zeitung holen.

Das Herz bleibt fast stehen und du bist urplötzlich wach...

du hast Quing /emoticons/default_smile.png

discokrueger1'581 Beiträge
#9
Ich frag mich immer noch, wofür man die 19.- / Monat zahlen muss. Für die paar SMS, welche das GSM-Modem verschickt? Für ein Portal im Netz?

Ansonsten tönts gut.

easypeacy422'068 Beiträge
#10
Vielen Dank für die interessante Review. Scheint eine interessante Option zu sein, wenn man unbedingt eine Alarmanlage möchte. Falls man nur eine kleine Hausautomation sucht, dann scheint mir das aber keine attraktive Lösung zu sein.

dakis1'007 Beiträge
#11
Vielen Dank für die interessante Review. Scheint eine interessante Option zu sein, wenn man unbedingt eine Alarmanlage möchte. Falls man nur eine kleine Hausautomation sucht, dann scheint mir das aber keine attraktive Lösung zu sein.
Gibt's denn Alternativen? Homematic z.B. hat keine Zwischenstecker für die Schweiz (nur Schuko-Stecker). Ohne die ist das ganze sinnlos. 

dakis1'007 Beiträge
#12
Ich frag mich immer noch, wofür man die 19.- / Monat zahlen muss. Für die paar SMS, welche das GSM-Modem verschickt? Für ein Portal im Netz?

Ansonsten tönts gut.
Man zahlt für's beinhaltete Handyabo. Prepaid kann man für Alarmanlagen nicht verwenden, da Prepaid in regelmässigen Abständen die Verbindung kappt. Das macht beim Handy nichts aus, da man eh regelmässig in verschiedenen Zellen unterwegs ist, sodass man nichts davon merkt. Wir haben zu Hause bereits eine Alarmanlage, hier die monatlichen Kosten für den Betrieb:

- 25 Fr. für den zusätzlichen Telefonanschluss (Fixnet, Primärleitung)

- 25 Fr. für den GSM-Anschluss (Backupleitung)

- 60 Fr. für die Aufschaltung auf die Alarmzentrale

Da sind die 19 Fr. von Swisscom geradezu spottbillig. Auch die 39 Fr. inkl. Alarmzentrale sind günstig. 

Klar, wenn man keine Alarmanlage braucht, ist das ganze overkill. Bei uns in der Gegend wird am Laufmeter eingebrochen, sodass ich mich ohne nicht sicher fühle. 

discokrueger1'581 Beiträge
#13
Prepaid kann man für Alarmanlagen nicht verwenden, da Prepaid in regelmässigen Abständen die Verbindung kappt
Ist mir neu. Ich hab seit Jahren ne Prepaid Karte in unserem Überwachungs-Server. Wird als Notleitung und zum SMS-Versand benutzt. Da wurde mir noch nie was gekappt.

- 25 Fr. für den zusätzlichen Telefonanschluss (Fixnet, Primärleitung)
- 25 Fr. für den GSM-Anschluss (Backupleitung)

- 60 Fr. für die Aufschaltung auf die Alarmzentrale
Eine zusätzlich Leitung hast du bei der Swisscom Lösung nicht.

Der GSM Anschluss kostet die Swisscom praktisch nix, da praktisch nie Verkehr entsteht.

Bei den Preisen von Alarmzentralen kenne ich mich nicht aus, aber das hat ja auch nix mit den 19.- zu tun, welche das Grundabo kostet.

5.- pro Monat für den Betrieb und die Weiterentwicklung der Plattform wären, in meinen Augen, ein fairer Preis.

Noel3'777 Beiträge
bearbeitet #14
.

Bei uns in der Gegend wird am Laufmeter eingebrochen, sodass ich mich ohne nicht sicher fühle.
In welcher Gegend wohnst Du denn? Wenn da Einbrüche zur Tagesordnung gehören würde ich mir keine Gedanken mehr um eine Alarmanlage machen sondern an einen Umzug /emoticons/default_wink.png.


vom iPhone mit Tapatalk
dakis1'007 Beiträge
#15
Ist mir neu. Ich hab seit Jahren ne Prepaid Karte in unserem Überwachungs-Server. Wird als Notleitung und zum SMS-Versand benutzt. Da wurde mir noch nie was gekappt.




Eine zusätzlich Leitung hast du bei der Swisscom Lösung nicht.

Der GSM Anschluss kostet die Swisscom praktisch nix, da praktisch nie Verkehr entsteht.

Bei den Preisen von Alarmzentralen kenne ich mich nicht aus, aber das hat ja auch nix mit den 19.- zu tun, welche das Grundabo kostet.

5.- pro Monat für den Betrieb und die Weiterentwicklung der Plattform wären, in meinen Augen, ein fairer Preis.
Ich hab's logischerweise auch zuerst mit Pre-Paid Karten probiert (Orange, Sunrise, Swisscom, alle drei durch) - die laufen in der Regel so zwei Wochen, dann beginnen sie Fehlermeldungen zu generieren im System. Mit dem Abo habe ich das Problem nicht. Ich denke, die Anbieter merken, wenn die Karten in Alarmanlagen stecken. Diese Verwendung ist z.B. bei Swisscom Pre-Paid Karten in den AGB untersagt. 

Dass die Swisscom die GSM-Aufschaltung wenig bis nichts kostet, ist mir schon klar - das Argument ist aber faul. Das gleiche könntest Du bei jedem Handy Abo auch sagen. Die Zusatzleistung bei der Swisscom sind die SMS-Benachrichtigungen etc. Klar, auch hier kann man wieder sagen: kostet die nichts. Kann man bei jeder Mobilfunkleistung sagen.

Und eben, die zusätzliche Telefonleitung brauche ich bei Quing nicht, bei der anderen Alarmanlage hingegen schon. Daher fahre ich schon alleine deswegen günstiger.

dakis1'007 Beiträge
#16
In welcher Gegend wohnst Du denn? Wenn da Einbrüche zur Tagesordnung gehören würde ich mir keine Gedanken mehr um eine Alarmanlage machen sondern an einen Umzug /emoticons/default_wink.png. vom iPhone mit Tapatalk
Ostschweiz - sehr beliebt bei osteuropäischen Diebesbanden, da sie ratzfatz über die Grenze verschwinden können nach den Einbrüchen. 

Bei einem Architekten weiter vorne an der Strasse haben sie letztes Jahr das gesamte Haus leergeräumt. Er war in den Sommerferien, da sind die Typen mit einem Umzugslaster vorgefahren und haben (wörtlich) alles mitgenommen, inklusive sämtlicher Möbel. Die Nachbarn meinten, der Typ sei weggezogen, ohne sich zu verabschieden 🙂

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