Tolle Logik bei den infinity-Abos seid Jahren: Wenn ich schneller surfen möchte, muss ich ein höheres (=teureres) Abo nehmen - bis hier noch logisch. Der unlogische Teil (aber marketingtechnisch echt clever): Wenn ich nur schneller surfen möchte, muss ich auch mehr Roaming-Tage und mehr Minuten Inklusivtelefonie ins Ausland dazunehmen (und schlussendlich auch bezahlen, ob ich's nun brauche oder nicht)!
Das wäre etwa das gleiche: Ich kaufe mir 6 Flaschen Mineralwasser, muss aber eine Flasche Cola dazunehmen, selbstverständlich im Preis eingerechnet, das Wasser kriege ich sonst nicht. Will ich aber 10 Flaschen Mineralwasser kaufen, muss ich zwingend noch 4 Flaschen Cola mit- kaufen, sonst kriege ich mein Mineralwasser nicht und wenn ich 20 Flaschen Mineralwasser kaufen möchte, muss ich gleich 10 Flachen Cola und eine Flasche Ruhm damit kaufen. Vorallem wegen der Flasche Ruhm ist dann mein Wasser natürlich massiv teurer.
Die neuen Natel Light-Abos sind ebenfalls ein Witz: Seit neustem wird wieder unterschieden, in welchem Netz sich der Gesprächspartner befindet, denn unlimitierte Anrufe gellten nur ins Swisscom Fest- und Mobilnetz (im Zuge der Festnetz-Migration Richtung VoIP steigt die Anzahl der Festnetzanschlüsse, welche dann eben nicht mehr zum Swisscom-Festnetz gehören). 40 Rappen pro Minute sind für heutige Verhältnisse happig.
Und sorry, für den Preis und limitierte Daten dann noch den Speed kastrieren, geht ja gar nicht.
Mein Fazit: Netter Versuch für neue Angebote, leider aber meist eine versteckte Preiserhöhung (Geräte-Subvention neu nicht mehr im Abopreis inkl.).
Aber wir nehmen die Neuerungen dankend zur Kenntnis, denn diese bieten jeweils Anlass für die Mitbewerber, ihre Angebote ebenfalls zu überarbeiten, daher dürfen die Kunden gespannt sein, was der "Mobilfunkt-Frühling" der Schweiz bieten wird.