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Startschuss für 10Gbit/s bei Swisscom

19 Antworten3'800 AufrufeGestartet von doom ·

doomThemenstart2'266 Beiträge
#1
Mit 3 Monate Corona Verspätung ist heute Morgen der Startschuss für 10GBit/s bei Swisscom erfolgt. Die ersten 12 Monate gibt es das Abo für 65.- statt 90.- bzw Internet M für 65.- statt 80.- Auch Swisscom kann sich dem Preisdruck nicht ganz entziehen (sowohl UPC wie Sunrise fahren momentan auch Internet Aktionen).

BloodMagic1'089 Beiträge
bearbeitet #2
Der Preis für 10 Gbit/s geht in der Tat klar. Ich denke 90 Franken ist realistischer als der Preis bei Salt. Dennoch: 80 Franken für 200 MBit/s ist doch ein Joke (50 für 65 Fr sowieso).

Auf der anderen Seite bekommt man bei Green für 50 Franken (Normalpreis) Gigabit mit ner guten FritzBox. Mehr braucht ja eigentlich niemand - vor allem weil die Swisscom Box ja sowieso nur einen verkrüppelten 2.5 Gbit/s LAN Port hat

doom2'266 Beiträge
#3
Als Kunde betrachtest du den Preis pro Mbit, da sind die Preise von nicht - Fiber angeboten sehr hoch. Als Anbieter rechnest du aber anders: 200mbit braucht GFast, das ist über längere Zeit wohl teurer als Fiber. Backhaul, Peering und Uplink lassen sich einfach Skalieren, die Kosten für „etwas mehr“ sind marginal, somit kostet das Swisscom kaum mehr wenn du 10gbit statt 200 Mbit nimmst. Speed Tiers sind nur Marketing.. und es ist gutes Marketing wenn du die Leute dazu bringst für etwas dass dich kaum mehr kostet viel mehr zu bezahlen..

BloodMagic1'089 Beiträge
#4
Als Kunde betrachtest du den Preis pro Mbit, da sind die Preise von nicht - Fiber angeboten sehr hoch. Als Anbieter rechnest du aber anders: 200mbit braucht GFast, das ist über längere Zeit wohl teurer als Fiber. Backhaul, Peering und Uplink lassen sich einfach Skalieren, die Kosten für „etwas mehr“ sind marginal, somit kostet das Swisscom kaum mehr wenn du 10gbit statt 200 Mbit nimmst. Speed Tiers sind nur Marketing.. und es ist gutes Marketing wenn du die Leute dazu bringst für etwas dass dich kaum mehr kostet viel mehr zu bezahlen..
Das ist mir schon klar - nur ist ja die Swisscom selber schuld wenn sie immer weiter GFast ausbauen wenn das für sie mehr aufwand wäre. 

magicfriend3'697 Beiträge
#5
Wenn sie denn g.fast ausbauen. Ein einziges Flickwerk, was der Staatsbetrieb da abliefert.

doom2'266 Beiträge
#6
Jetzt wir ihnen Sunrise und Salt dann helfen ein sauberes Fiber Netz zu bauen ?Die werden sicher drauf spekulieren dass nicht doppelt gebaut wird - und sie zielen auf dieselben 30% der Bevölkerung die heute nur Kupferglasfaser haben...

1× hilfreich
millernet724 Beiträge
#7
Ich finde es sehr gut, dass nach Jahren der emotionalen Diskussionen um Kupferkäbeli auf Steroiden der Fokus jetzt endlich auf Glasfaser und FTTH liegt. Das ganze FTTC, FTTS, FTTB und FTTH Gemischt generiert nur einen Flickenteppich. Von Sunrise und Salt erwarte ich hingegen eher wenig. Für diese Partnerschaft muss zuerst ein Finanzpartner gefunden werden. Danach müssen Parterschaften mit Energieversorgern, Kabelnetzbetreibern oder gar der Swisscom geschlossen werden. Ich kann mir kaum vorstellen, dass Salt und Sunrise "Layer 0" von Grund auf bauen werden. Tiefbaukosten sind horrend und ohne vorhandene Schachtanlagen und Kabelrohre fast nicht zu meistern, des Weiteren werden auch entsprechende Baugenehmigungen benötigt. 

millernet724 Beiträge
#8
Hier noch ein "Video" zu XGS-PON, welche offenbar in der Zentrale am Zihlweg 4 in Schöftland in Betrieb genommen werden ist: https://www.youtube.com/watch?v=v6KFU63eUaY

1× hilfreich
Agent109 Beiträge
#9
Ich habe nun ein up-date bei Swisscom gemacht, für zehn Franken, und habe nun statt wie versprochen 250 MB 350... habe internetbox 3. Kann nicht klagen!

CHnuschti753 Beiträge
bearbeitet #10
Hier noch ein "Video" zu XGS-PON, welche offenbar in der Zentrale am Zihlweg 4 in Schöftland in Betrieb genommen werden ist: https://www.youtube.com/watch?v=v6KFU63eUaY
Nun danke. Den Bilder nach zu urteilen sind auch hier tatsächlich 32 Anschlüsse pro Rack. Mal interessant zu wissen wäre, ob ein einzelnes Rack nur/alleine mit 10GBit "gespiesen" wird oder ob sich das auch erhöhen lässt?

Dem Bild nach zu urteilen wurden in Schöftland 3 Racks installiert, wären 96 Anschlüsse. Schöftland hat ca. 4000 Einw. und 2015 ca. 1900 Haushalte. Soviel zur Erwartungshaltung von Swisscom?

Und nach "Manhole" sieht es mir hier ganz bestimmt nicht aus ...

EDIT: gem. dem Checker auf Dschungelkompass gibts in 5040 Schöftland das Gigabit bzw. Glasfaser nur von Quickline per WWZ? Erschiene zumindest so als einer dieser "Spezialfälle".

millernet724 Beiträge
bearbeitet #11
Es ist auch kein Manhole, sondern die Zentrale am Zihlweg 4 in Schöftland:

image.png

Du siehst da Rack 32 und Port 15 - 17 auf Card 21. Also befindet sich in Rack 32 die XGS-PON Hardware, wo an Linecard/ OLT 21 an Port 15 - 17 die drei Splitter angeschlossen werden. Es führen also 3 Fasern aktive Fasern zum Endkunden. (Meine Interpretation, ich bin kein Experte von Swisscom). 

image.png

Am Schluss siehst du die eigentliche Installation im MFH beim BEP der Endkunden. Da siehst du allerdings nur den BEP mit den Spleisskassetten und kein Splitter. Dieser Splitter sollte aber im BEP integriert werden oder befindet sich ausserhalb im Schacht / Manhole:

image.png

Der Name "Workaround" gefällt mir aber nicht so. Vermutlich ist irgendeine CAN-Installation fehlgeschlagen und man macht jetzt direkt in FTTH-Deployment? 

CHnuschti753 Beiträge
#12
Dieser Splitter sollte aber im BEP integriert werden oder befindet sich ausserhalb im Schacht / Manhole:
???

Ich meine, das ist die üblich verbaute Art von Glasfaser, wo die einzelne "Mehrfaser" PRO Haushalt in Gänze bis in die Zentrale geführt wird, und erst dort dann diese XGS-PON Racks stehen, wo die 10Gbit (oder mehr?) auf die einzelnen Haushalte aufgeteilt werden.

Bei mir zuhause sieht es IDENTISCH aus. "Block" mit 6 Parteien pro Hausnummer, Stadt Zürich mit EWZ. Installation im Keller der Hausnummer, und offen.

EWZGlasfaser2_01.jpg

EWZGlasfaser2_02.jpg

millernet724 Beiträge
bearbeitet #13
???

Ich meine, das ist die üblich verbaute Art von Glasfaser, wo die einzelne "Mehrfaser" PRO Haushalt in Gänze bis in die Zentrale geführt wird, und erst dort dann diese XGS-PON Racks stehen, wo die 10Gbit (oder mehr?) auf die einzelnen Haushalte aufgeteilt werden.

Bei mir zuhause sieht es IDENTISCH aus. "Block" mit 6 Parteien pro Hausnummer, Stadt Zürich mit EWZ. Installation im Keller der Hausnummer, und offen.
Bei dir ist auch P2P (Point to Point) und P2MP (Point to Multipoint) verbaut worden! ? P2MP wird erst "kostengünstig" (kurzfristig...), wenn du den Splitter ganz an der Peripherie installierst. Eine P2P-Topologie mit P2MP zu betreiben, macht keinen Sinn resp. nur wenn du ein Open Access Netzwerk betreibst, wo Anbieter aktives oder passives Equipment in den POP's (Point of Presence) unterbringen können. Du hast das Luxus-Setup der Hochurbanen Hipster Bevölkerung hier in der Schweiz. Wir auf dem "Land" müssen uns mit XGS-PON, G.fast oder DOCSIS 3.1 begnügen mit eingeschränkter Wahlfreiheit, höheren Preisen und eher mässiger Qualität bei den Anbietern. Die Gemeinden und Städten haben sich aber auch nicht Millionen für den Aufbau einer FTTH-Infrastruktur verschuldet. Das EWZ-Glasfasernetz ist ja ein grosses finanzielles Fiasko, von dem die Swisscom und halt die Einwohner profitieren, aber das EWZ und die öffentlichen Finanzen eher weniger. Bei PON-Netzwerken kommt 1 Faser in den Keller im BEP an und wird auf 32 Nutzungsseinheiten/ Ports mit einem passiven optischen Splitter aufgeteilt. Man braucht also pro 32 Einheiten genau 1 Faser und vielleicht noch eine auf Reserve. Damit teilen sich 32 Einheiten die 10 Gigabit/s. Der Splitter kann bei P2P-Netzen im POP , dem Manhole, einem MFG (Multifunktionsgehäuse) oder direkt im Keller des Mehrfamilienhauses integriert werden. Je weiter aussen (Peripherie), je weniger Fasern müssen gezogen werden zwischen Zentrale und Nutzungseinheit.  

image.png

millernet724 Beiträge
bearbeitet #14
Bei P2P mit 4-Faser-Modell gemäss BAKOM werden 4 Fasern von der Wohnung bis in den Keller gezogen, aber nicht bis in die Zentrale. Von diesen 4 Fasern sind meistens nur 2 überhaupt in der OTO gespleisst (1 + 2) und führen über den BEP (grauer Kasten mit Spleisskassetten) auch in die Zentrale / POP. Die restlichen 2 Fasern sind dafür da, dass zukünftige Anbieter nicht nochmals Fasern in der Steigzone einbringen müssen und nochmals eine OTO montieren müssen. 

@CHnuschti Vielleicht liege ich auch falsch, aber ich glaube nicht, dass überhaupt 4 Fasern für jede Wohneinheit / Nutzungseinheit vom POP her gezogen worden sind, sondern nur 2 und vielleicht noch einige Reserven. Bei dir müssten dies ja 5 x 4 = 20 Fasern (5 ?  gelbe Kabel von der OTO zum BEP) sein. Ich glaube aber nicht, dass das schwarze Kabel 20 Fasern bringt. 

CHnuschti753 Beiträge
bearbeitet #15
Bei dir ist auch P2P (Point to Point) und P2MP (Point to Multipoint) verbaut worden! ? P2MP wird erst "kostengünstig" (kurzfristig...), wenn du den Splitter ganz an der Peripherie installierst. Eine P2P-Topologie mit P2MP zu betreiben, macht keinen Sinn resp. nur wenn du ein Open Access Netzwerk betreibst, wo Anbieter aktives oder passives Equipment in den POP's (Point of Presence) unterbringen können.
Hmja. Das behauptest du wieder und wieder, nur Anzeichen dafür hab ich noch nicht gesehen bislang. Selbst Künzler schreibt, dass dass das Führen von grossen Faserbündel mit z.B. 400 Einzelfasern über längere Distanzen kaum Mehrkosten hat gegenüber dem Führen "einzelner" Faser über die gleiche Distanz. Ich sehe das "Sparpotential" jedenfalls nicht wirklich bei solchen Einzelfasern, die damit verbundene (wörtliche) Zersplitterung hat nämlich auch wieder Mehrkosten als mehr Geräte dazu benötigt werden. In einer Zentrale ist alles am gleichen Ort schaltbar und managebar. Die Skalierung auf mehr Kunden wäre dort auch am effizientesten. Zudem grundwasser- und wettergeschützt. 😉

Ausser Swisscom machte das absichtlich zwecks Behinderung von allfälligen Dritten die sich bei Ihnen einmieten wollen auf Layer 1-Ebene (nur die Faser selbst).

Ich sehe die Tabelle oben eher als Absichtserklärung der Zukunft. Wies dann kommt, wir werden sehen. IMO macht Swisscom mit ihrem 10Gbit z.Zt. nichts anderes als Salt auch, Racks in die Zentralen einbauen und die vorhandene P2P Infrastruktur einfach anders nutzen.

Bei mir in der OTO Dose sind nur 2 Fasern, wurde vergleichsweise spät ausgebaut in der Stadt Zürich. Meine gelesen zu haben, dass andernorts (frühere?) in der Stadt Zürich aber 4 Fasern selbst in der OTO sein sollen.

millernet724 Beiträge
#16
Hmja. Das behauptest du wieder und wieder, nur Anzeichen dafür hab ich noch nicht gesehen bislang. Selbst Künzler schreibt, dass dass das Führen von grossen Faserbündel mit z.B. 400 Einzelfasern über längere Distanzen kaum Mehrkosten hat gegenüber dem Führen "einzelner" Faser über die gleiche Distanz. Ich sehe das "Sparpotential" jedenfalls nicht wirklich bei solchen Einzelfasern, die damit verbundene (wörtliche) Zersplitterung hat nämlich auch wieder Mehrkosten als mehr Geräte dazu benötigt werden. In einer Zentrale ist alles am gleichen Ort schaltbar und managebar. Die Skalierung auf mehr Kunden wäre dort auch am effizientesten. Zudem grundwasser- und wettergeschützt. 😉

Ausser Swisscom machte das absichtlich zwecks Behinderung von allfälligen Dritten die sich bei Ihnen einmieten wollen auf Layer 1-Ebene (nur die Faser selbst).

Ich sehe die Tabelle oben eher als Absichtserklärung der Zukunft. Wies dann kommt, wir werden sehen. IMO macht Swisscom mit ihrem 10Gbit z.Zt. nichts anderes als Salt auch, Racks in die Zentralen einbauen und die vorhandene P2P Infrastruktur einfach anders nutzen.

Bei mir in der OTO Dose sind nur 2 Fasern, wurde vergleichsweise spät ausgebaut in der Stadt Zürich. Meine gelesen zu haben, dass andernorts (frühere?) in der Stadt Zürich aber 4 Fasern selbst in der OTO sein sollen.
Da möchte ich mich distanzieren. Ich bin kein P2MP-Anhänger und habe in Klammer extra "kurzfristig" geschrieben. Wo behaupte ich etwas von Kostenersparnissen resp. argumentiere für P2MP? Fasern kosten heute praktisch nichts mehr im Vergleich zu den Tiefbauarbeiten. Langfristig sicherst du dir mit XGS-PON Monopole, sowohl bei der eingesetzten Hardware (Huawei) als auch bei den Mitbewerbern auf dem eigenen Netzwerk. PON schränkt den Wettbewerb stark ein. Natürlich kannst du GPON, XG-PON, XGS-PON und NG-PON2 auf der gleichen Faser betreiben, da alle unterschiedliche Wellenlängen verwenden, aber du bist meistens stark von deinem Lieferanten abhängig. Mit P2P kannst du normale Bidi-SFP+-Module mit Standard Ethernet verwenden, was in der IT-Welt schon seit Jahren Standard ist. Zudem hast du unendliche Auswahl an endsprechendem Equipment von duzenden von Lieferanten. Bei XGS-PON ist das definitiv nicht so. Mit XGS-PON bist du aber flexibler, wenn jetzt z.B in einem Standteil grössere Siedlungen gebaut werden. Wenn 50 Wohnungen gebaut würden, müsstest du also mit 100 Fasern vom POP her kommen, was meistens das Einziehen von neuen Kabeln zwischen POP und Gebäude bedeutet. Bei XGS-PON reichen 2 Fasern für 64 Nutzungseinheiten.  Auch muss man sich immer die Dimension dieser Kabel im Hinterkopf behalten: ein 24 x 24 Kabel für den Aussenbereich ist 28 mm dick! (https://fiberwork.ch/de/shop/lwl-kabel/aussenkabel/9-125µm/fo-outdoor-wbggt-highp-city-compact-24x24-9-125µm-190700.htm) Das ist ein beträchtlicher Klopper, welcher einfach mal neu eingezogen werden muss. Endlos Platz ist in den Kabelrohren auch nicht vorhanden und die POP's sind auch nicht sehr nahe. P2P ist kurzfristig mit höheren Kosten verbunden, aber längerfristig viel Nachhaltiger und weniger komplex. Über eine P2P-Strecke kann ich von mir aus auch Morse-Code senden oder Quanten hin und her beamen ohne damit die Übertragung von anderen Teilnehmern zu stören. An einem PON-Tree muss nur ein Modem zicken und der ganze Baum kann gestört werden. Es verhält sich ähnlich wie bei den heutigen Kabelnetzen, nur mit maximal 32 Teilnehmer pro Tree. 

Das Gelbe Kabel vom BEP zu deiner OTO hat 4 Fasern. Von diesen 4 Fasern wurden aber nur 2 an Port 1 und 2 gespleisst. Port 3 und 4 sind einfach lose Pigtails ohne Spleiss. Wenn du jetzt Port 3 oder 4 nutzen möchtest, dann muss jemand das Pigtail in der OTO anspleissen und im BEP im Keller ebenfalls die Faser zur Zentrale spleissen. Im Keller befinden sich aber in der Regel maximal 2 Fasern pro Nutzungseinheit + einige Reservefasern, aber nicht 4 für jede einzelne Nutzungseinheit.  

Mische8 Beiträge
#17
Hallo

Ich habe eine frage zum XGS-PON.
Ich habe mal gehört, dass hier bei der Übertragung die Signale verschlüsselt werden. Sind dadurch die Latenzen im Vergleich zum P2P höher?
Bei P2P liegt der ja in der Regel bei 1ms bis 2ms zum POP. Sind diese bei XGS-PON gleich oder höher? 

Gelöschtes Mitglied 757
#18
Beide Technologien haben so ihre Vorteile und auch ihre Nachteile. Auf jeden Fall würde ich das Faserhandling in einem Pop bevorzugen und derzeit wohl auch eher auf PON setzen. Der grosse Vorteil wenn die Fasern erst im Pop auf die Splitter geführt werden, es kann noch immer auf Wunsch P2P und so ein dedizierter BusinessService gefahren werden. Ob dann mit 10Gig oder 1Gig ist zweitrangig.

Interessant finde ich den Aspekt wie gross Energie- und Platzbedarf in einem Pop mit sagen wir 4000 Fasern ist.

Bei P2P schliesse ich pro HE oder Slot um die 48 Teilnehmer an, bei P2MP aber unter Umständen das 10fache.

Bei P2P sind diese CSFP eine praktische Sache aber wie schaut es längerfristig mit CSFP+ aus? Oder muss dann wieder auf konventionelle 10Gig BiDi gewechselt werden? Die Module gibt es mal.

Jetzt kann aber nicht jeder Netzplaner auf solche Pops zurückgreifen, was dann? Muss dann eben doch der Splitter ins Feld? Oder wie schaut es generell mit dem Fasermanagement aus. Die dicken Kabel werden ja nicht von A bis Z in einem Schnurz gezogen. Und was wenn sich in den Rohranlagen noch andere Kabeltypen befinden, die nicht einfach so raus können weil sie noch in anderen Gebieten Häuser mit Signal versorgen. Wäre natürlich cool wenn parallel so einfach eine neue Rohranlage da wäre. Schlussendlich hat nicht jeder die gleiche ideale Lösung.

Für den Endkunden wäre PON aus meiner Sicht gar nicht so tragisch da auch aktuelle Systeme Multiproviderlösungen vorsehen und ein möglicher Engpass alle betrifft also keiner so richtig haben will. Und genau genommen ist der Unterschied zu der L2 Lösung einer EWZ gar keiner. Wer L1 will braucht sowieso die Faser für sich. Zurück zum Endkunden, die komplette Freiheit erlangt er bei P2P über einen freiwilligen Medienkonverter, während es bei PON eine nicht ganz so freiwillige Bridge sein müsste. Unter Umständen kann kann ein solches Extrateil, abhängig von der bestehenden Hausinstallation/Verkabelung, ja sogar ein Vorteil sein. Oder wer will seinen WLAN-Gateway im Keller installieren nur weil dort die Faser terminiert wurde.

@Mische

Interessanter Punkt. Eine Verschlüsselung macht durchaus Sinn. Gehe aber davon aus, dass es dann in Hardware gelöst wird und dann kaum messbare Latenz hinzu führt.

CHnuschti753 Beiträge
bearbeitet #19
@millernet
Die Ankündigung von Swisscom nehme ich natürlich zur Kenntnis. Bin über ein Artikel gestolpert von 2018(!) und aktualisiert Ende 2019, der das Thema im Detail ausbreitet und darstellt, von Drittsicht inkl. Künzler. War vielleicht schon mal verlinkt hier.
https://www.inside-it.ch/de/post/bastelt-swisscom-an-einem-glasfaser-duopol-20180117

Die Tabelle oben stammt aus: https://www.swisscom.ch/content/dam/swisscom/de/res/festnetz/telefonanschluss/handbucher/handbuch_ftth_inhousewebv2019.pdf Version 03/2020

Na jedenfalls ich meine Abwarten. Richtungswechsel bei Swisscom nichts neues, der angekündigte "Ausbau FTTH" ist gerade 3 Monate alt. Wurde obiges -Splitter irgendwo zwischen OTO und POP- in der Praxis überhaupt schon irgendwo umgesetzt? Vermute eher nein.

Die Thematik greift IMO auch nur bei bestehendem FTTS/FTTB, bei allfälligem kompletten "Neubau" von FTTH halte ich das Konzept für noch fraglicher, inwiefern sich das finanziell "lohnt".

millernet724 Beiträge
#20
@millernet
Die Ankündigung von Swisscom nehme ich natürlich zur Kenntnis. Bin über ein Artikel gestolpert von 2018(!) und aktualisiert Ende 2019, der das Thema im Detail ausbreitet und darstellt, von Drittsicht inkl. Künzler. War vielleicht schon mal verlinkt hier.
https://www.inside-it.ch/de/post/bastelt-swisscom-an-einem-glasfaser-duopol-20180117

Die Tabelle oben stammt aus: https://www.swisscom.ch/content/dam/swisscom/de/res/festnetz/telefonanschluss/handbucher/handbuch_ftth_inhousewebv2019.pdf Version 03/2020

Na jedenfalls ich meine Abwarten. Richtungswechsel bei Swisscom nichts neues, der angekündigte "Ausbau FTTH" ist gerade 3 Monate alt. Wurde obiges -Splitter irgendwo zwischen OTO und POP- in der Praxis überhaupt schon irgendwo umgesetzt? Vermute eher nein.

Die Thematik greift IMO auch nur bei bestehendem FTTS/FTTB, bei allfälligem kompletten "Neubau" von FTTH halte ich das Konzept für noch fraglicher, inwiefern sich das finanziell "lohnt".
Die Swisscom wird ihre Netzwerktopologie nicht mehr ändern. Der Umbau auf XGS-PON ist an vielen Orten bereits abgeschlossen und soll bis Ende 2020 fertig gestellt werden (https://www.cablex.ch/index.php/ger/Newsletter/FTS/2019-02-Newsletter-FTS) Auch hat Swisscom durch die FTTS und FTTB Strategie der vergangenen Jahre ein dichtes Netz aus Manholes und MFG’s mit eher wenigen Fasern installiert. Ideal für Splitter und PON. Das Nachziehen von Fasern ist aufwendig und wird bestimmt nicht nochmals gemacht. Es gibt keinen Weg zurück mehr. 

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