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ProSieben sendete wieder mit Kopierschutz

Puma27

Erfahrener Benutzer
Privater Fernsehsender erlaubte am Pfingstsamstag zeitweilig keine Aufzeichnung

Bereits im August 2007 und im April 2008 hatte der Fernsehsender ProSieben für Verärgerung wegen eines zeitweilig aktivierten Kopierschutzes gesorgt - am Pfingstsamstag wiederholte sich der Vorfall. Moderne Digitalvideorekorder verweigerten die Aufzeichnung. Handelt es sich um einen Fehler oder um eine Vorbereitung für den Regelbetrieb?

Auch am 10. Mai 2008 wurde das Kopierschutzsignal wieder mittels Wide Screen Signaling (WSS) über die vertikale Austastlücke des analogen Kabelnetzes gesendet. Vom zeitweiligen Kopierschutz, der bis zum Samstagnachmittag andauerte, waren laut eines Berichts von DWDL.de wieder alle Kunden von Kabelnetzbetreibern betroffen, die Aufzeichnung mit den internen Tunern von DVD- oder Festplattenrekordern sei bis etwa 16:30 Uhr nicht möglich gewesen. Berichte über den ProSieben-Kopierschutz habe es jedoch auch von Satelliten-Haushalten gegeben, so die Online-Publikation.

Eine Stellungnahme von ProSieben steht noch aus. Nach dem Vorfall im April 2008 hatte eine Pressesprecherin gegenüber Golem.de erklärt, dass der zeitweilig aktivierte Kopierschutz keine Absicht gewesen sei. Stattdessen sei "von einem Problem bei den Kabelnetzbetreibern oder einem vorübergehenden Problem des WSS-Inserters bei APS auszugehen."

So könnte es sein, dass auch diesmal ein Fehler vorlag. Gleichwohl nährt die erneute Aktivierung des Kopierschutzes Gerüchte, dass ProSieben Privataufnahmen gezielt unterbinden möchte, um dadurch etwa das Video-on-Demand-Angebot Maxdome zu fördern. Hinter letzterem steckt die ProSiebenSat.1-Tochtergesellschaft Sevensenses. Private Fernsehsender haben sich wiederholt unglücklich über die Möglichkeiten des mit Digitalvideorekordern und Media-Center-PCs möglichen zeitversetzten Fernsehens gezeigt, da es den Zuschauern damit noch einfacher wird, Werbeblöcke zu überspringen. Ein klares Dementi für solche Pläne habe ProSieben bisher nicht abgegeben, so DWDL. (ck)

Gefunden:Golem.de: IT-News für Profis

 
scheint wohl definitiv ein fehler gewesen zu sein:

.... Doch nach Angaben von ProSieben-Sprecherin Susanne Lang gab es beim Dienstleister APS, einer Tochter von SES Astra, erneut ein Problem mit dem Wide Screen Signaling, das entsprechend ausgerüsteten Fernsehgeräten bei Sendungen im 16:9-Format automatisch die Umschaltung des Bildformats signalisieren soll. Mitgesendet wurde aufgrund eines fehlerhaften Gerätes dabei auch erneut der Kopierschutz. Betroffen war nur das analoge Signal, die Aufnahme vom digitalen Signal war problemlos möglich. Ebenso blieben altmodische VHS-Recorder von dem Problem verschont - sie können das WSS-Signal gar nicht erst verarbeiten.
Quelle: Kopierschutz-Problem: Fehler lag bei Astra-Tochter - DWDL.de

Greez

 
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