Das hat mit Finanzhaien gar nichts zu tun. Aktien sind ein probates Mittel, seine Firma durch eine breite Masse an Geldgebern zu finanzieren. Insbesondere, wenn man börsenkotiert ist. Es ist nichts als normal, dass die Unternehmen selber und Analysten Zielvorgaben machen. Die Anleger wollen ja für ihre Investitionen eine Rendite erzielen. Die Resultate werden dann periodisch geprüft und beurteilt. Es ist nichts als eine normale Börsennews, die halt nicht positiv für die Unternehmung ausfällt. Der Börsenkurs ist nicht eine heilige Kuh, zeigt jedoch schon längerfristig, was eine Unternehmung wert ist.
Klar, auf den ersten Blick liest sich das toll. Seit jeher hat Netflix die Umsätze gesteigert. Noch 2014 hatte Netflix eine deutlich höhere Marge. Verhältnis zwischen Umsatz und Gewinn waren deutlich besser als jetzt. Das weist auf eine schlechtere cost-income-ratio hin. Die Kosten für den internationalen Marktauftritt fordern ihren Tribut. Der Druck wird zudem durch steigende Konkurrenz auf Netflix noch wachsen, da bin ich überzeugt. Nach meinen Zahlen hat Netflix gerade mal eine Gewinnmarge von knapp 2% erwirtschaftet im 2. Quartal. Um die höheren Kosten im Ausland durch die Rechte und die Marktbearbeitung zu kompensieren, wären eben genau diese Nutzerzahlen anzustreben, die man als Ziel herausgegeben hat. Notabene durch Netflix selber.
Eine Marge von zwei Prozent ist sicher ok, auf den riesen Umsatz gesehen. Doch da fehlt nicht fiel und man ist in der Verlustzone.