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Künzler, äh init7 schafft es -Corona sei dank- weiterhin im Pressegespräch zu bleiben.

19 Antworten6'346 AufrufeGestartet von CHnuschti ·

CHnuschtiThemenstart753 Beiträge
bearbeitet #1
Künzler, äh init7 schafft es -Corona sei dank- weiterhin im Pressegespräch zu bleiben.

Das angegraute enfant terrible, vermutlich ein bevorzugtes Selbstbild, bleibt im Gespräch. Nachdem Swisscom vorgestern wieder Sch****e gebaut hat, werden Zweifel angemeldet, dass das Corona-darum-Homeoffice-darum-Infrastrukturüberlastung nur eine faule Ausrede ist. Dem meisten würde ich beipflichten, ergo dass Swisscom wohl schlecht gerüstet ist, sobald nur leicht überdurschnittliche Anforderungen an sein Netz anfallen. Hab auch meine Mühe zu glauben, dass wegen ein bissel Mehrtraffic nun alles zusammenklappen soll.
Andererseits, naja, künzlersche Polemik gepaart mit Eigenpromotion, die man gleichfalls als etwas billig wahrnehmen kann. Twitter ist diesbezüglich vollgemüllt ...

https://www.luzernerzeitung.ch/wirtschaft/swisscom-fuehrt-uns-in-die-irre-it-unternehmer-zweifelt-an-erklaerungen-fuer-pannen-ld.1204874

EDIT: passend dazu dieser IMO missratene Kommentar: https://www.nzz.ch/technologie/netflix-ist-in-einer-notlage-kein-menschenrecht-ld.1547069

Wenn das UVEK in einer wenig überlegten Mitteilung "Einschnitte im Datenverkehr" für möglich und vernünftig erklärt, sollte man dabei beachten, dass die Informationsgesellschaft sich genau mittels dieses Datenkanals überhaupt informiert.

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MichelZ672 Beiträge
bearbeitet #2
Naja, auch Telefonie ist ja mittlerweile ein grosses Zusammenspiel von vielen Systemen. Auch wenn vielleicht das <daten-netz> (router, leitungen, etc.) nicht überlastet war, so waren es vielleicht andere Systeme (billing, authentication, wer weiss was da schon alles dranhängt) - und das kann man natürlich mit einem rasanten/plötzlichen Anstieg der Nutzung erklären.

Und auch wenn er (auf Twitter) erklärt Init7 habe keinen Internet-Traffic anstieg gehabt, so muss das natürlich nicht für die Swisscom gelten. Aus dem SWITCHlan war/ist der Traffic auch auf das 3 bis 5-Fache angestiegen (zur Swisscom):

https://traffic.lan.switch.ch/pub/graphs/swisscom-ge.html

Und Swisscom trifft es halt härter als einer der grössten sowohl im Consumer wie auch im Business bereich.

Das soll natürlich nicht heissen das Swisscom es nicht eigentlich besser können sollte - ich hoffe sie ziehen lehren daraus 🙂

CHnuschti753 Beiträge
#3
https://traffic.lan.switch.ch/pub/graphs/swisscom-ge.html
Was stellt diese Grafik dar? Der gesamte Swisscom Traffic, oder ist unter GE Genf zu verstehen?
Die absoluten Zahlen sehen eigentlich eher bescheiden aus mit 4-5 Gbit, würde da noch kein Herzinfarkt deswegen erwarten.

MichelZ672 Beiträge
#4
Steht nur für Genf.

https://traffic.lan.switch.ch/pub/graphs/swisscom-zh.html

Ich will damit sagen das sich der Traffic sehr wohl erhöht, auch wenn Künzler vielleicht bei Init7 nicht davon "betroffen" ist.

smid12'144 Beiträge
#5
Wobei der Peak ja eben am Tag hoch ist. Wenn man am Feierabend Netflix schaut, sollte das nicht so einen grossen Einfluss haben...

madaley80 Beiträge
#6
Naja, auch Telefonie ist ja mittlerweile ein grosses Zusammenspiel von vielen Systemen. Auch wenn vielleicht das <daten-netz> (router, leitungen, etc.) nicht überlastet war, so waren es vielleicht andere Systeme (billing, authentication, wer weiss was da schon alles dranhängt) - und das kann man natürlich mit einem rasanten/plötzlichen Anstieg der Nutzung erklären.

Und auch wenn er (auf Twitter) erklärt Init7 habe keinen Internet-Traffic anstieg gehabt, so muss das natürlich nicht für die Swisscom gelten. Aus dem SWITCHlan war/ist der Traffic auch auf das 3 bis 5-Fache angestiegen (zur Swisscom):

https://traffic.lan.switch.ch/pub/graphs/swisscom-ge.html

Und Swisscom trifft es halt härter als einer der grössten sowohl im Consumer wie auch im Business bereich.

Das soll natürlich nicht heissen das Swisscom es nicht eigentlich besser können sollte - ich hoffe sie ziehen lehren daraus 🙂
Naja, wer keine Kunden hat, hat auch keinen Traffic-Anstieg zu verzeichnen,
Eine aus unerfindlichen Gründen auf Netflix reduzierte Diskussion um abrufbare Bandbreiten wird dann auch wieder vom *Enfant Terrible* zum Netflix-Gate hochstilisiert.
Naja - hoffentlich bekommt man mit diesem Geschrei nicht noch den Vorwurf die ohnehin "schlimme" Situation für eigene Zwecke in pietätloser Art zu missbrauchen.

smid12'144 Beiträge
Gelöschtes Mitglied 757
#8
Netflix könnte bei Familien auch ein Mittel sein um überhaupt einigermassen HomeOffice betreiben zu können. Netflix kappen könnte auch bei diversen dazu führen, dass HomeOffice bedeutet die Kinder zu betreuen.

Zudem sollte ein Provider zunächst über die eigenen Produkte versuchen die notwendige Kapazität zu schützen. Also maximale Internet-Bandbreite senken und eigene TV-Produkte einschränken. Wobei ich nicht glaube dass im Bereich Internetbandbreite so wirklich ein Engpass auftritt, der sich nicht mit normalen Mitteln beheben lassen würde.

doom2'266 Beiträge
bearbeitet #9
Steht nur für Genf.

https://traffic.lan.switch.ch/pub/graphs/swisscom-zh.html

Ich will damit sagen das sich der Traffic sehr wohl erhöht, auch wenn Künzler vielleicht bei Init7 nicht davon "betroffen" ist.
Das ist aber auch nur eine kleine Teilansicht. Der Traffic auf einem Peering Punkt muss nicht repräsentativ sein. Andere Traffic Maps von Switch zeigen bedeutend geringere Schwankungen.

Hatte Swisscom Störungen beim Internet? Es betraf doch die Telefonie - das ist ein ganz anderes "Ding". Zwar ist Telefonie auch IP aber das wird auf den Netzen bereits heute priorisiert, zusammen mit IPTV, und geht dann netzintern andere Wege. Sprich, der Netflix Stream muss bereits hinten anstehen wenn jemand TV schaut oder telefoniert. Ganz abgesehen davon dass Telefonie ein Pipifax ist. TV braucht knapp unter 10mbit/s, Telefonie mit allem Overhead < 100kbit/s. Probleme gibts da wenn die grossen VoIP Switches den Load nicht handeln können, oder wenn die Links nicht genügend dimensioniert sind. Z.b. Firma X hat 1mbit Bandbreite für Telefonie auf ihrem 100mbit Link zum Provider. Reicht gut für 10 gleichzeitige Anrufe, aber bei 20 wenn der Rest der Leitung (dieser Teil ist dann nicht mehr priorisiert) am Anschlag läuft, dann stockts halt. Oder wenn die Anbieter untereinander zuwenig dicke "Schläuche" haben wie das z.B. zwischen Swisscom und Sunrise der Fall war. Im Gegensatz zu Daten Traffic kostet diese sog. Terminierung immer - am Geld sollte es also nicht liegen, eher daran dass zuwenig Kapazitätsreserve eingebaut wurde oder zuwenig rasch aufgebaut werden konnte weil der Bund die Massnahmen sehr kurzfristig erlassen hat. Am Montag waren schon alle am Rudern und dann kommt der fast komplette Shutdown per Ende Arbeitstag. Konnte am Dienstag selbst erleben wie die Anrufe nach dem Connect gleich wieder gedroppt wurden.

Wenn die Pläne mit 2x rechnen und dann hast du 3x so viel concurrent calls, das kann die Reserve schon überschreiten. Wenn’s dumm geht füllt das den Link und du hast keine freien Ports mehr Es scheint so als ob es bei Swisscom noch 2 Telefoniewelten gäbe wenn Anrufe von Mobile auf Festnetz problematisch waren während Mobile to Mobile ging.

Ausserdem geht Netflix bei den meisten Providern nicht über Transit, sondern die haben entweder Cache Server im eigenen Netz (z.B. Küenzler's init7) oder direkte Peerings (z.B. Swisscom, oder UPC). Die letzte Meile wird mit dem typischen Home Office Traffic nie an den Anschlag kommen, da ist die Traffic Rush Hour am Abend viel extremer. Und Provider mit Peerings müssen nur das Peering entsprechend anpassen. Und verstopfte Peerings bedeutet nur dass es in die entsprechende Richtung nicht mehr geht, der Rest vom Traffic netzintern, auf andere Peerings oder Transit ist davon nicht betroffen. Ich konnte Montag und Dienstag Morgen 9 Uhr noch prima mit 110MB/s downloaden, und abgesehen von Microsoft deren Teams Mühe mit der Anzahl Anmeldungen am Morgen zu haben scheint, funktioniert Home Office genausogut wie immer.

Und neulich auf der Swisscom Seite - denke da haben sie das Peering jetzt schon vernünftig dimensioniert:

image.png

@edit: beim letzte Paragraph von Häberli auf NZZ hab ich ein Deja-Vu. Das ist das typische Argument der Netzneutralitätsgegner.

BloodMagic1'089 Beiträge
bearbeitet #10
Ich denke die SWITCH Grafiken sind nicht wirklich repräsentativ. Wir haben ja schon mehr WAN Traffic in unserer Firma als das was SWITCH im POP Geneva zur Swisscom gibt. Fakt ist - das Internet ist Abends eher ausgelastet als Tagsüber und darum sind irgendwelche Netflix sperren sowieso ein Witz. Die Swisscom Infrastruktur ist bekannterweise marode - wo andere Provider viel weniger überbuchen und viel ins Netz investieren, investiert die Swisscom vor allem dort hin wo es im Marketing was bringt. Ist halt eine extrem Marketinggetriebene Firma. Also sie lancieren lieber das x-te Feature für ihre TV Box anstatt in die Backbone/Netzwerk Infrastruktur zu investieren.

Und wie gesagt, wer mit den ca. 10-20% mehr Traffic auf dem Netz schon kollabiert hat sowieso absolut keine Planung. Ich merke bei meinem Provider und bei allen Providern weltweit (unserer Firma) keine nennenswerten Verschlechterung (immerhin in über 60 Länder) in der RTT oder im Throughput.

Ich denke die DE-CIX Statistiken sagen eher was aus wie stark der Traffic im Internet zugenommen hat und das ist echt marginal...

https://www.de-cix.net/de/locations/germany/frankfurt/statistics

https://stats.ams-ix.net/index.html

Ach ja die Meldung vom UVEK zeigt einfach, dass dort genau die richtigen arbeiten. Bundesangestellte ohne Ahnung. Die bisschen mehr an schweizweitem Traffic lässt wohl keinen Provider wirklich zweifeln. Ansonsten können sie ja immer noch mit QOS den Netflix/Youtube Traffic drosseln. Wenn irgendwas nicht funktioniert dann ist es weil die Leitungen der Firmen zu klein dimensioniert sind oder weil die Teams Server z.B. ausgelastet sind und nicht weil die Provider kollabieren. 

2× hilfreich
vagzubi1'319 Beiträge
#11
Ich denke die SWITCH Grafiken sind nicht wirklich repräsentativ.
Bei Switch sollte auch Bedacht werden, dass jetzt der Zugriff von all den Studenten die nicht mehr in die Vorlesung dürfen erfolgt. Vom vorgängigen PDF Laden um minimal Vorberietet zu sein auf eine Vorlesung, zu Videostream der Vorlesungen.

Viele Unternehmen beziehen Services bereits extern. Die Traffic Zunahme wird nicht all zu gross sein. Sie wird eher verteilter.

Ich versteh das jammern nicht.

Gruss

frantic2'985 Beiträge
#12
Beim Netzübergang von Swisscom und Sunrise bestehen Engpässe.

INTERKONNEKTIONSPUNKTE: Swisscom und Sunrise gestehen Probleme ein

CHnuschti753 Beiträge
bearbeitet #13
Netflix drosselt Traffic um 25%: https://www.computerbase.de/2020-03/netflix-reduziert-bitrate-bandbreite-eu-kommission/

Würde ja behaupten, als (vorauseilende?) Goodwill Geste, auch wenns fraglich bleibt was das überhaupt bringt. Nun, reiht sich IMO ein in alle anderen demonstrativen Gesten von Firmen, die sich alle nun als besonders "verantwortungsvoll", "solidarisch" und dgl. mehr geben. Und sich so "empfehlen". Bis zu einem gewissen Grad würde ich das als Marketing-Kitsch -im Gewande der Grosszügigkeit- abtun, auf die die eindimensionale "Social-Media-Community" so besonders abfährt. Mentale Stabilisierung des digitalen Volkswohls. Oder so ähnlich ...
Man muss gerade etz höllisch aufpassen, ja nicht in den Geruch des, ich übertreibe etwas, dem "Volkskörper schädigendes Verhalten" zu kommen. Wie die medial bereits einwandfrei identifizierten "asozialen" Klopapier&Nudeln-Horter. Gott behüte!, da muss die Geschäftswelt sorgfältiges Fingerspitzengefühl zeigen. 😉

Der Fakten willen soviel dazu:
https://www.sandvine.com/hubfs/Sandvine_Redesign_2019/Downloads/Internet Phenomena/Internet Phenomena Report Q32019 20190910.pdf
Video Streaming ist für ca. 60% des gesamten downstream traffic verantwortlich, Netflix selbst hat 12%, gefolgt von Youtube und IPTV die zusammen 16% beitragen.

Müsste ich raten, würde ich vermuten Youtube folgt dem als nächstes und stellt "in solidarischer Haltung" nur noch max. 360p oder sowas Videos für den Abruf bereit.

CHnuschti753 Beiträge
bearbeitet #14
Die (hier unschwere) seherische Fähigkeiten haben sich bereits bewahrheitet: Youtube ohne HD: https://www.golem.de/news/coronavirus-krise-youtube-inhalte-vorerst-nicht-mehr-in-hd-aufloesung-2003-147387.html

In der Meldung wird auch obiges von bloodmagic bestätigt: gerade mal +10% traffic bei DE-CIX:

"Der in Frankfurt basierte weltgrößte Internetknoten DE-CIX hatte zuvor mitgeteilt, der durchschnittliche Datenverkehr habe zuletzt um zehn Prozent zugelegt. DE-CIX sei aber für den Anstieg gerüstet. Der Datenverkehr durch Videokonferenzen sei binnen sieben Tagen um 50 Prozent gestiegen."

frantic2'985 Beiträge
bearbeitet #15
Tja, das Geschäftsmodell von Netflix ist gerade den Bach runter... Für mehr Auflösung ein teureres Abo.

Wie werden sie die Drosselung ihren Kunden erklären? Die wollen entschädigt werden?

Halte das Ganze auch für blinden Aktionismus. Die Peak-Belastung der Netze ist am Abend. Homeoffice ist durch den Tag. Das ist keine Glaubwürdige Erklärung dafür...

doom2'266 Beiträge
#16
Jetzt hat gerade noch Sunrise angekündigt die Volumenlimiten für Mobile aufzuheben und Festnetz Kunden temporär auf die höchste Bandbreite upzugraden.

wir haben also

  • UPC erhöht den Speed auf dem Festnetz
  • Salt hebt Datenlimiten bei Business Mobiles auf (ihr Festnetz ist eh full speed)
  • Sunrise hebt Datenlimiten für alle Mobiles auf und erhöht den Speed auf dem Festnetz.
Das einzige Problem was es gabt waren die Voice Interconnects zwischen Swisscom und Sunrise. Die sind mittlerweile entsprechend dimensioniert (geht halt im dümmsten Fall etwas wenn du neue Hardware brauchst). Wenn man sich bei irgendwas zurückhalten sollte, dann wären das die Voice Calls. Datenleitungen sind offensichtlich mehr als genügend dimensioniert, sonst würden die Provider jetzt nicht temporär all Limiten aufheben können. Wenn die Zeitungen schon was schreiben wollen, wie wärs mit "Telefoniert nicht übers PSTN/Mobilfunknetz. Skype, Skype for Business (via Federation), MS Teams, Webex Teams, etc (put your favorite Cloud collaboration solution here), Whatsapp, Threema gehen übers Datennetz wo mehr als genügend Kapazität zur Verfügung steht.

1× hilfreich
CHnuschti753 Beiträge
bearbeitet #17
Wenn man sich bei irgendwas zurückhalten sollte, dann wären das die Voice Calls.
Würde ich aufgrund der Meldungen auch so interpretieren, dass der Wurm hauptsächlich in der Telefonie liegt. Und wenn die zusammenklappt, reisst es möglicherweise noch ein Teil des übrigen Internets mit. Wie gut dass Künzler das überhaupt nicht anbietet ... 🙄 Die gelisteten Limitenfreigaben all der demonstrativ "guten" Provider passen ja nicht mal ansatzweise ins (EDIT: medial vermittelte netzüberlastete) Bild. :lol:

Denke aber schon dass das Netflix/Youtube/more_to_come? Gedöns der Swisscom wie selten zupass kommt, ein prächtiger Sündenbock, um vom eigenen Schlamassel abzulenken. Würde mal sagen, kein Wunder, wenn es schon unter Normalzustand in der jungen Vergangenheit 3x Pannen gab, braucht man sich nicht allzusehr wundern, wenn es jetzt erst recht weitere Pannen gibt. Möglicherweise sogar eine Fügung, dass das schon vorher kam, um mit den Gegenmassnahmen jetzt nicht noch schlechter dazustehen ...

smid12'144 Beiträge
#18
Wie schon an anderer Stelle gesagt: Oma Martha weiss vielleicht einfach nicht wie man WhatsApp nutzt. Weil sie jetzt nicht mehr ins Kafi darf, ruft sie Trudi eben an.

Wirklich viel Bandbreite dürfte VPN und Teams nicht benötigen. 

Das Problem ist in der Tat am Abend wenn jetzt Leute die bis anhin in der Bar oder Sport waren auch noch Netflix schauen.

Zum Glück hab ich noch diverse Sachen offline ? oder bunkere sie eben zur Randzeit...

doom2'266 Beiträge
#19
Hier ein Update von der Netflix Front. Ein paar Provider in Italien und Spanien haben doch tatsächlich Probleme im eigenen Backhaul. 

Und hier vom CTO der British Telecom, UK's grösstem Provider. Lassen wir das sich auf die Schulter klopfen mal weg und gehen direkt zu den Fakten: 

  • Traffic während Office Hours pre Corona: 5 TB/s
  • Traffic Record zur Rush Hour am Abend: 17.5 TB/s, durchschnittlich 15 TB/s.
  • Traffic durch den Tag seit Dienstag 35-60% höher, mit Peak bei 7.5 TB/s. 
Ergo, keep calm and keep watching Netflix - we got you covered.  Und was ich da draus nicht lese: dass es signifikant höheren Traffic zur Rush Hour gebe.

CHnuschti753 Beiträge
bearbeitet #20
Ich würde auch zu gerne offizielle Zahlen sehen zum Netflix Thema. In Theorie problemlos zu ermitteln, wäre dann eine Basis für eine Beurteilung, ob man es hier mit reiner Fiktion zu tun hat bzw. wieviel eigentlich dran ist. Dass Politiker "Schuldige" -oder eher Sündenböcke?- benötigen ist nichts neues, und ich denke Netflix, Youtube & al. reduzieren den Traffic in weiser Voraussicht, um sich nicht einem Polit-/medialen Shitstorm auszusetzen. Egal wie viel an der Sache eigentlich dran ist.

Hier z.B. Südafrika ist die Rede von +32% gegenüber traditioneller Spitze Sonntag abend:

https://mybroadband.co.za/news/adsl/343261-massive-boost-in-south-african-netflix-traffic-due-to-coronavirus.html

Hier ist die "weltweite" Rede von +20%, und +40% in A und ES an mit Netflix verbrachter Zeit, nehme an die Trafficzunahme ist parallel gleich gross.
https://mybroadband.co.za/news/broadcasting/343139-massive-netflix-streaming-surge-due-to-coronavirus.html

In Kanada wird ein +60% tagsüber und +20% nachts Zunahme an "Internetbenutzung" ausgewiesen, aber unklar ob das Trafficzunahme ist oder bloss überhaupt benutzte Bandbreite, was ja nicht weiter verwunderlich wäre.
https://www.cbc.ca/news/technology/internet-phone-networks-under-strain-covid-19-1.5503818

Neuseeland weist +17% Internettraffic aus
https://www.tvnz.co.nz/one-news/new-zealand/broadband-usage-soars-across-nz-numbers-people-working-home-rise

Wenn das in etwa hinkommt weist es sehr in die Richtung "nur bedingt der Rede wert" bzw. einer Phantomjagd.

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