Zum Inhalt springen

Kleine Kabelnetze bleiben dem analogen Angebot treu

7 Antworten1'729 AufrufeGestartet von roman70 ·

roman70Themenstart9'245 Beiträge
#1


Im Gegensatz zur Cablecom dünnen viele kleinere Kabelnetzbetreiber ihre analogen Netze nicht aus, wie die «SonntagsZeitung» am Wochenende mitteilte. Viele Kunden seien noch nicht bereit, auf Digitaltechnik umzusteigen, lässt sich Paul Winiker von Grischa-Vision in Graubünden zitieren. Zudem habe man ein moderneres Netz, das mehr TV-Sendern Platz bietet.

Neben Marktleader Cablecom gibt es in der Schweiz 251 Kabelnetzbetreiber. Antesa aus Spreitenbach etwa überträgt 60 analoge und 100 digitale TV-Kanäle und will keine analogen Sender streichen. Das Kabelnetz in Hittnau biete gar Platz für 180 TV- und 190 Radio-Kanäle, davon würden 50 analog übertragen - mit Garantie bis 2016. Ebenso werden diverse andere Netzbetreiber in den Kantonen Zürich sowie Zug ihr Angebot beibehalten. Bei der Cablecom ist hingegen 2010 Schluss.

Die Cablecom, grösste Kabelnetzbetreiberin der Schweiz mit einem Marktenteil von 73 Prozent, überträgt ab Mitte Jahr nur noch 33 Programme. Die «Aargauer Zeitung» erklärte, noch nie so viele Reaktionen zu einem Thema in jüngster Zeit erhalten zu haben. Eine Ted-Umfrage zeigte ein vernichtendes Bild. 75 Prozent der Leser befanden: Jetzt ist es genug!

www.kleinreport.ch

NaTakk359 Beiträge
#2
also mein kabelnetzbetreiber will noch weiter runter. auf 25 analoge sender!

dazu kommt das die infos noch kurzfristiger kommen und eigentlich nur auf dem infokanal übermittelt werden. und wer schaut den schon regelmässig.

aber ich finde es gut.

Roedu1'111 Beiträge
#3
aber ich finde es gut.
Auch wenn ich mich wiederhole:

Ich finde es nur gut, wenn man eine eigene Box kaufen kann und das Grundangebot Unverschlüsselt (ohne Smart-Card) empfangen werden kann!

Nur so kann die Digitalisierung wirklich vorangetrieben werden!

Rai 1730 Beiträge
#4
Auch wenn ich mich wiederhole:
Ich finde es nur gut, wenn man eine eigene Box kaufen kann und das Grundangebot Unverschlüsselt (ohne Smart-Card) empfangen werden kann!

Nur so kann die Digitalisierung wirklich vorangetrieben werden!
Dass man keine freie Boxenwahl hat, interessiert doch nur Freaks, wie wir es in diesem Forum sind. Der Durchschnittsbürger ärgert sich einfach nur, dass er fürs Digitalfernsehen zusätzlich Geld ausgeben muss – dass er eine Box von Cablecom braucht, kümmert ihn nicht. Und so lange die Medien nur klagen, brauchen wir uns nicht zu wundern, dass niemand umsteigen will.

Roedu1'111 Beiträge
#5
Dass man keine freie Boxenwahl hat, interessiert doch nur Freaks, wie wir es in diesem Forum sind. Der Durchschnittsbürger ärgert sich einfach nur, dass er fürs Digitalfernsehen zusätzlich Geld ausgeben muss – dass er eine Box von Cablecom braucht, kümmert ihn nicht. Und so lange die Medien nur klagen, brauchen wir uns nicht zu wundern, dass niemand umsteigen will.
Sehe ich nicht ganz so.

Ein wichtiger Grund für viele Nicht-Freaks ist, dass man ein zusätzliches Gerät haben muss. Währen die Sender uncodiert, würde der Markt für TV's mit integriertem DVB-C Tuner sicher auch vorangetrieben.

Das wegen der Kosten gebe ich Dir Recht. Würde die CC freie Boxenwahl und eine eigene, eifache Box zum kauf anbieten, hätte die Leute auch weniger Probleme mit dem Umsteigen. Eine DVB-C Box bekommst man für CHF 80.--, also ist die Box nach eimem Jahr amortisiert.

Klar behindert die Presse die Digitalisierung. Kann sie aber ein bisschen verstehen. Das Grundangebot (analog) wird abgespeckt, aber der Preis bleibt gleich. Dafür kann man für eine ZUSÄTZLICHE Gebühr mehr sehen. Das ist nicht korrekt.

Wenn ich die CC währe, würde ich das analoge Angebot um CHF 6.-- senken und für das Digitale-Basic-Packet CHF 6.-- verlangen. Das währe fair und würde die Digitalisierung vorantreiben!

Rai 1730 Beiträge
#6
Klar behindert die Presse die Digitalisierung. Kann sie aber ein bisschen verstehen. Das Grundangebot (analog) wird abgespeckt, aber der Preis bleibt gleich. Dafür kann man für eine ZUSÄTZLICHE Gebühr mehr sehen. Das ist nicht korrekt.
Man könnte aber dagegenhalten, dass von 1985 bis 2000 die Anzahl analoger Programme von 15 auf über 50 gestiegen ist – ich kann mich nicht daran erinnern, dass das jeweils direkt mit Preiserhöhungen verbunden gewesen wäre. Was den Rest anbelangt, können wir uns noch lange streiten – schlussendlich muss jeder selber wissen, was ihm welches Angebot wert ist und entsprechend den Schluss daraus ziehen. Wer wie ich keine Schüssel aufstellen darf, hat wenig Auswahl, woran die Cablecom aber bei weitem nicht alleine schuld ist.

wishfulthinking39 Beiträge
#7
Klar behindert die Presse die Digitalisierung.

Dem wiederum möchte ich ganz entschieden widersprechen. Die Presse behindert die Digitalisierung m.E. nicht, aber sie informiert sehr schlecht. (Diese schlechte Information war für mich der Grund, weshalb ich mich im Internet nach weiteren Infos umgesehen habe und dabei auf dieses Forum gestossen bin. (*1)). Würde ich nur nach der Presse gehen, so hätte ich jetzt bereits eines der digitalen Angebote abonniert und würde mich grün und blau ärgern ...

Die Presse kritisiert zur Hauptsache die Cablecom und das mit einigem Recht. Die grosse Menge an Leserbriefen hingegen sind nicht "die Presse". Leserbriefe werden zumeist von Leuten verfasst, die über etwas aufgebracht sind. Sich nur auf Leserbriefe abzustützen um davon ein repräsentatives Stimmungsbild abzuleiten, ist somit schon im Ansatz verfehlt. Als Indikator für einen Stimmungsumschwung darf man sie aber durchaus sehen (sofern nicht - wie bei einigen politischen Parteien/Organisation in jüngster Zeit üblich - "Leserbriefschulungen" stattfinden ...).

Die Presse würde m.E. gut daran tun, sich einige Musterhaushalte unterschiedlicher Grösse zu nehmen und für jeden einzelnen dieser Fälle aufzuzeigen, was mit der Digitalisierung gewonnen und was damit verloren wird. Aktuell, so denke ich, hat der Single-Haushalt vorwiegend zu gewinnen und der Mehrpersonen-Haushalt vorwiegend zu verlieren bzw. überproportional mehr zu investieren.

*1 Ein riesiges Dankeschön übrigens an die Betreiber/Moderatoren, aber auch an die Teilnehmer für die faire Art der Diskussion. Vorbildlich!

Cooldown510 Beiträge
#8
Man könnte aber dagegenhalten, dass von 1985 bis 2000 die Anzahl analoger Programme von 15 auf über 50 gestiegen ist – ich kann mich nicht daran erinnern, dass das jeweils direkt mit Preiserhöhungen verbunden gewesen wäre.
Ja, im Prinzip ist die Kabelfernsehenegebühr immer eine reine "Netzinstandhaltungsgebühr" gewesen - man bezahlte real in etwa gleich viel, egal wieviele Sender darüber liefen. Bloss ist in den letzten 15 Jahren wirklich ständig mehr dazu gekommen, ohne das in irgendeiner Weise der Preis deswegen sprunghaft anstieg. Das verlief alles im Rahmen der Teuerung. Ich glaube das vergessen viele Leute oder sie wissen es nicht. Auch wissen sie nicht was eingespiesen werden muss weil es eine Verpflichtung darstellt und was freiwillig dazu kam.

Was der Kleinreport nicht erwähnt ist die Qualität des digitalen Programmangebots dieser Kleinanbieter mit 50 analog Sender drinn. Soll dann noch HDTV dazu kommen muss es einfach irgendwann eng werden. Entweder geht das auf Kosten von analog Sendern oder auf Kosten der Datenrate im digitalen Angebot. Das digitale Angebot der CC Sender ist vermutlich umfangreicher als manches Lokalnetz (=/ BTV) - grösser als mein Lokalnetz ist das Digiangebot der CC allemal. Bei mir kommt nur das Swissfun PayTv dazu und das ARD/ZDF Digital Angebot - insgesamt sind also bei mir weniger Sender im Netz (analog + digital) als bei der CC. Analog abegschaltet wird dafür vorderhand auch nichts. Einzig 9live flog anstelle von 3+ raus

Seite 1 von 1 · 8 Beiträge in diesem Thema