Ethernet-Kabel zu lang?
5 Antworten3'581 AufrufeGestartet von Philippe1413205979 ·
Ich habe bei einem Kunden folgende Situation angetroffen, bei der auch ich nicht mehr weiter weiss:
Im Keller unten ist der ISDN-NT2ab-Kasten. Unmittelbar daneben ist der Bluewin Netopia Router.
An dessen LAN-Anschlüssen sind zwei Kabel eingesteckt. Eines führt wenige Meter weiter zu einem PC.
Das zweite Kabel führt durchs ganze Haus, in den 2. Stock (inkl. Erdgeschoss also durch 3 Stockwerke).
Die Länge des letzteren Kabels ist mir nicht genau bekannt, ich schätze sie aber auf mindestens 30 Meter, vielleicht sogar gegen 40. Es wurde nicht von einem Fachmann, sondern vom Sohn des Kunden eingezogen. Es handelt sich um ein Cat. 5e Kabel, straight (also nicht gekreuzt).
Vom 2. Stock her sollten nun 4 PCs per WLAN ans Internet angeschlossen werden. Stecke ich nun das Ende des langen Kabels direkt an einem PC ein, komme ich ohne Probleme ins Netz und die Verbindung ist stabil.
Stecke ich dasselbe Kabel hingegen in den vorhandenen Access-Point D-Link DWL-G700AP und probiere damit ins Internet zu kommen, geht überhaupt nichts. Manchmal leuchtet das "LAN"-Lämpchen, sobald ich das lange Kabel einstecke. Manchmal leuchtet es auch nicht. Ich muss das Ethernet-Kabel bisweilen mehrmals ein- und ausstecken, bis das Lämpchen an geht. Die WLAN-Verbindung zwischen Notebook und AP funktioniert jedoch.
Die Vermutung lag nahe, dass entweder der Access Point defekt oder aber falsch eingestellt ist. Doch nun begab ich mich mit ebendiesem Access Point, einem Notebook und einem kurzen, lediglich 2m langen Ethernet-Kabel (ebenfalls straight) direkt in den Keller. Ich steckte das lange Kabel, das durchs Haus führt, aus und verband stattdessen mit dem kurzen Kabel den D-Link AP mit dem Netopia. Und siehe da, das Notebook kommt sofort und problemlos online via WLAN!
Also: AP ist korrekt eingestellt und funktionstüchtig, sonst ginge es ja im Keller nicht. Das lange Kabel durchs Haus kann aber auch nicht wirklich der Übeltäter sein. Wenn es defekt wäre, würde es ja auch nicht klappen wenn ich es direkt in den Ethernet-Port eines PCs einsteckte. Ich kann mir höchstens vorstellen, dass das Kabel zu lang ist, zuviele Störsignale und/oder zu starker Verlust auftreten. Der PC kommt halt noch mit dem ankommenden Signal klar, der AP hat vielleicht eine höhere Schwelle und kann mit dem Signal nichts mehr anfangen.
Hat schon jemand so etwas erlebt? Was ist zu tun? Nach Möglichkeit ist eine grosse Umstellung z.B. komplett auf WLAN mit Repeatern etc. zu vermeiden. Hilft es ev. ein höherwertiges Kabel, z.B. Cat. 6 zu nehmen? Ein Versetzen des ISDN-NTs und des ADSL-Routers in den 2. Stock sollte wenn möglich ebenfalls vermieden werden. Zudem würde sich das Problem dann umgekehrt stellen, da noch ein PC im Keller mit Internet versorgt werden muss.
Grüsse, Philippe
Im Keller unten ist der ISDN-NT2ab-Kasten. Unmittelbar daneben ist der Bluewin Netopia Router.
An dessen LAN-Anschlüssen sind zwei Kabel eingesteckt. Eines führt wenige Meter weiter zu einem PC.
Das zweite Kabel führt durchs ganze Haus, in den 2. Stock (inkl. Erdgeschoss also durch 3 Stockwerke).
Die Länge des letzteren Kabels ist mir nicht genau bekannt, ich schätze sie aber auf mindestens 30 Meter, vielleicht sogar gegen 40. Es wurde nicht von einem Fachmann, sondern vom Sohn des Kunden eingezogen. Es handelt sich um ein Cat. 5e Kabel, straight (also nicht gekreuzt).
Vom 2. Stock her sollten nun 4 PCs per WLAN ans Internet angeschlossen werden. Stecke ich nun das Ende des langen Kabels direkt an einem PC ein, komme ich ohne Probleme ins Netz und die Verbindung ist stabil.
Stecke ich dasselbe Kabel hingegen in den vorhandenen Access-Point D-Link DWL-G700AP und probiere damit ins Internet zu kommen, geht überhaupt nichts. Manchmal leuchtet das "LAN"-Lämpchen, sobald ich das lange Kabel einstecke. Manchmal leuchtet es auch nicht. Ich muss das Ethernet-Kabel bisweilen mehrmals ein- und ausstecken, bis das Lämpchen an geht. Die WLAN-Verbindung zwischen Notebook und AP funktioniert jedoch.
Die Vermutung lag nahe, dass entweder der Access Point defekt oder aber falsch eingestellt ist. Doch nun begab ich mich mit ebendiesem Access Point, einem Notebook und einem kurzen, lediglich 2m langen Ethernet-Kabel (ebenfalls straight) direkt in den Keller. Ich steckte das lange Kabel, das durchs Haus führt, aus und verband stattdessen mit dem kurzen Kabel den D-Link AP mit dem Netopia. Und siehe da, das Notebook kommt sofort und problemlos online via WLAN!
Also: AP ist korrekt eingestellt und funktionstüchtig, sonst ginge es ja im Keller nicht. Das lange Kabel durchs Haus kann aber auch nicht wirklich der Übeltäter sein. Wenn es defekt wäre, würde es ja auch nicht klappen wenn ich es direkt in den Ethernet-Port eines PCs einsteckte. Ich kann mir höchstens vorstellen, dass das Kabel zu lang ist, zuviele Störsignale und/oder zu starker Verlust auftreten. Der PC kommt halt noch mit dem ankommenden Signal klar, der AP hat vielleicht eine höhere Schwelle und kann mit dem Signal nichts mehr anfangen.
Hat schon jemand so etwas erlebt? Was ist zu tun? Nach Möglichkeit ist eine grosse Umstellung z.B. komplett auf WLAN mit Repeatern etc. zu vermeiden. Hilft es ev. ein höherwertiges Kabel, z.B. Cat. 6 zu nehmen? Ein Versetzen des ISDN-NTs und des ADSL-Routers in den 2. Stock sollte wenn möglich ebenfalls vermieden werden. Zudem würde sich das Problem dann umgekehrt stellen, da noch ein PC im Keller mit Internet versorgt werden muss.
Grüsse, Philippe
Walter Buergin376 Beiträge
Hast Du einen Switch welchen Du testweise im 3 Stock an das LAN anschliessen kannst um damit zugleich einen PC und den WLAN Accesspoint anzuschliessen, bei dem Switch dann auch kontrollieren ob die LED ablöschen.
Walter
:idea:
Walter
:idea:
o.s.t.495 Beiträge
Ethernet geht offiziell bis 100m problemlos.
Bedingung: Saubere Installation insbesondere im Bereich von Steckern und Steckdosen. Ich würde mal die RJ45 Stecker und die evtl. vorhandenen Steckdosen und deren Anschlüsse checken
gruss, o.s.t.
Bedingung: Saubere Installation insbesondere im Bereich von Steckern und Steckdosen. Ich würde mal die RJ45 Stecker und die evtl. vorhandenen Steckdosen und deren Anschlüsse checken
gruss, o.s.t.
Nexus2k826 Beiträge
Streng genommen müsste man zwischen Router und Access Point ein gekreuztes Kabel verwenden, da beide Geräte auf dem selber Layer (2/3) sind. Die Länge des Netzwerkkabels kann man mit etwas neueren PC Mainboards über den LAN Kabel check im BIOS herausfinden.
Ich vermute mal das der Access Point ein Problem mit dem Auto Sensing auf diesem langen Kabel hat. Also würde ich vorschlagen nen neuen Access Point zu kaufen oder mit einer Netzwerkkupplung das Kabel zu kreuzen und nochmals am Access Point anzuhängen.
Ich vermute mal das der Access Point ein Problem mit dem Auto Sensing auf diesem langen Kabel hat. Also würde ich vorschlagen nen neuen Access Point zu kaufen oder mit einer Netzwerkkupplung das Kabel zu kreuzen und nochmals am Access Point anzuhängen.
dreael322 Beiträge
Was ich auch schon erlebt habe: Switches wirken in solchen Fällen manchmal wie Zwischenverstärker. Sonst am besten im EBay/ricardo.ch nach einem gebrauchten, noch älteren Typ ohne automatisches MDI / MDI-X suchen. Evtl. sogar zwei solche Switches nehmen (einen im Keller Nähe Router und einer für oben, um die 30 m-Kabelstrecke von jeglicher Automatik freihalten zu können).
Ältere Modelle sind in der Regel daran zu erkennen, dass es noch einen separaten Uplink-Port gibt. Vielfach ist dies ein Port mit zwei RJ45-Buchsen, von welchen nur der eine gleichzeitig verwendet werden kann (z.B. Allied Telesyn). Aber auch MDI/MDI-X-Umschaltknöpfe sind häufig vorhanden (z.B. 3Com und Cisco).
Ältere Modelle sind in der Regel daran zu erkennen, dass es noch einen separaten Uplink-Port gibt. Vielfach ist dies ein Port mit zwei RJ45-Buchsen, von welchen nur der eine gleichzeitig verwendet werden kann (z.B. Allied Telesyn). Aber auch MDI/MDI-X-Umschaltknöpfe sind häufig vorhanden (z.B. 3Com und Cisco).
salami102 Beiträge
Ich tippe auf schlechte Qualität des Kabels (Stecker, zu wenig isoliert, hat beim Einziehen gelitten usw.). Würde aber testweise einen anderen AP anhängen, wenn's damit klappt ist ja gut - Sonst neue Stecker sauber crimpen und wenn das nicht hilft das ganze Kabel ersetzen. Hierfür unbedingt die stabileren Installationskabel mit dicker Isolierung verwenden, das Upgrade auf cat.6 kann wohl auch nicht schaden (ist bei sauberer Installation aber nicht nötig).
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