DNS-Sicherheitsproblem wie gefährlich?
8 Antworten2'849 AufrufeGestartet von Noel ·
bearbeitet #1
zur Zeit ist das Thema in aller Munde und da ich meine Bankgeschäfte auch übers I-Net mache, mache ich mir schon meine Gedanken.
Hier die Meldung unter heise online und update heise.de
Cablecom und Bluewin haben noch kein Update und sind somit angreifbar!
Bei Cablemodem.ch wird das Ganze auch schon diskutiert! Was meint ihr, wird zu viel Wind darum gemacht oder besteht hier wirklich Nachholbedarf bei den grössten Providern in der Schweiz!
mfg
Hier die Meldung unter heise online und update heise.de
Cablecom und Bluewin haben noch kein Update und sind somit angreifbar!
Bei Cablemodem.ch wird das Ganze auch schon diskutiert! Was meint ihr, wird zu viel Wind darum gemacht oder besteht hier wirklich Nachholbedarf bei den grössten Providern in der Schweiz!
mfg
robi6'764 Beiträge
zur Zeit ist das Thema in aller Munde und da ich meine Bankgeschäfte auch übers I-Net mache, mache ich mir schon meine Gedanken.1. Da muss zuerst jemand auf den DNS Server zugreifen können, dann das Exploit einspielen und das auch noch unbemerkt = kleine Wahrscheinlichkeit.
Hier die Meldung unter heise online und update heise.de
Cablecom und Bluewin haben noch kein Update und sind somit angreifbar!
Bei Cablemodem.ch wird das Ganze auch schon diskutiert! Was meint ihr, wird zu viel Wind darum gemacht oder besteht hier wirklich Nachholbedarf bei den grössten Providern in der Schweiz!
mfg
2. Ich gehe nicht davon aus, dass die schweizer Provider primäre Angriffsziele sind, da gibt es lukrativere Märkte = kleine Wahrscheinlichkeit
3. Du musst dann auch noch darauf reinfallen und die kriminellen müssen das auch noch ausnutzen können, was IMO mit der UBS-Sicherheitslösung schwierig ist. = kleine Wahrscheinlichkeit
Meiner Ansicht nach ein weiterer Sommerlich-Hype. Es ist nach wie vor massiv gefährlicher an einem Bankomat Geld abzuheben oder im Restaurant mit KK zu bezahlen.
Robi
Markus1'750 Beiträge
bearbeitet #3
zur Zeit ist das Thema in aller Munde und da ich meine Bankgeschäfte auch übers I-Net mache, mache ich mir schon meine Gedanken.Zunächst musst Du Dir so eine Malware installieren. Hierzu fütterst Du Google mit Suchbegriffen wie "nude" "naked" "woman" "movie" und dazu noch bevorzugt Namen von Sportlerinnen, Schauspielerinnen bzw. Musikerinnen.
Wenn dann beim Durchackern der Suchergebnisse so ein angebliches Codec für den Player installiert werden soll, um dort jenes Movie anzugucken, dann unbedint installieren ;-).
Nach erfolgreichem Installieren kannst Du zwar jenes Movie nicht angucken, dafür biegt es nun die DNS gleich auf Deinem Rechner um.
Das heisst, wenn Du eine URL einer Bankwebsite in die Adresszeile des Webbrowsers tippst, bzw. aus Deiner Bookmarkliste aufrufst, wirst dann auf eine Fake-Website umgeleitet.
Jene Angaben fürs Online-Banking tippst nun dort ein. Der Betrüger nimmt dann jene Schritte gleich zeitnah auf der echten Website vor.
Wenn dann der entscheidende Schritt gekommen ist, lässt jene Malware eventuell Dein PC abstürzen und in der Zeit plündert der Betrüger via Online-Banking Deine Konti ;-).
Gruss Markus
robi6'764 Beiträge
Zunächst musst Du Dir so eine Malware installieren.In diesem Fall nicht. Hier werden die Caches der DNS-Server beeinflusst und du wirst auch umgebogen, wenn du einen sauberen Rechner hast...
Aaber, um einen Exploit auf einem DNS-Server auszuführen musst du erst Zugriff kriegen und das geht ohne die Bekanntschaft mit dem Admin ;-) höchsterns via DDos und/oder Pufferüberlauf. Und dass dies vom Admin nicht bemerkt wird ist bei den grösseren Providern sehr unwahrscheinlich.
Robi
Markus1'750 Beiträge
Ich nehme an, ein Administrator bei einem Provider lässt sich nicht so leicht eine Malware unterschieben ;-). Dann weitere Angriffpunkte gäbe es da noch unter anderem via Internet-Router.
Wenn PC sauber ist, dürfte es dann für den Benutzer verdächtig erscheinen, wenn nach Einloggen via Online-Banking da nicht seine Konti und Depots präsentiert wird. Mangels Malware gäbe es dann kein Absturz des PCs, was den Benutzer eventuell zunächst die Ursache bei sich selber vermuten lässt.
Aber jedoch, hierfür muss man schon als Benutzer sensibilisiert sein.
Gruss Markus
Wenn PC sauber ist, dürfte es dann für den Benutzer verdächtig erscheinen, wenn nach Einloggen via Online-Banking da nicht seine Konti und Depots präsentiert wird. Mangels Malware gäbe es dann kein Absturz des PCs, was den Benutzer eventuell zunächst die Ursache bei sich selber vermuten lässt.
Aber jedoch, hierfür muss man schon als Benutzer sensibilisiert sein.
Gruss Markus
Noel3'777 Beiträge
1. Da muss zuerst jemand auf den DNS Server zugreifen können, dann das Exploit einspielen und das auch noch unbemerkt = kleine Wahrscheinlichkeit.aber es ist in der Tat eine Sicherheitslücke die schon längst hätte gestopft werden können! Warum wird es dann nicht gemacht, sind die Provider einfach zu faul?
2. Ich gehe nicht davon aus, dass die schweizer Provider primäre Angriffsziele sind, da gibt es lukrativere Märkte = kleine Wahrscheinlichkeit
3. Du musst dann auch noch darauf reinfallen und die kriminellen müssen das auch noch ausnutzen können, was IMO mit der UBS-Sicherheitslösung schwierig ist. = kleine Wahrscheinlichkeit
Meiner Ansicht nach ein weiterer Sommerlich-Hype. Es ist nach wie vor massiv gefährlicher an einem Bankomat Geld abzuheben oder im Restaurant mit KK zu bezahlen.
Robi
Ich bin eigentlich immer sehr vorsichtig und achte immer ob ich auf der richtigen Seite bin oder ob die Verschlüsselung vorhanden/aktiv ist. Ich gebe mir Mühe um so sicher wie möglich meine Bankgeschäfte abzuwickeln in dem ich Firewall und Antivirus wie auch Windows immer update. Ich darf doch wohl erwarten dass dies auch von den Providern so gemacht wird.
mfg
Cooldown510 Beiträge
eher vorsichtig als faul: zuerst testet man Patches einige Zeit lang auf einem Zweitsystem, bevor es auf das produktive System geht. Wird leider notwendig, da Patches immer wieder Probleme beim einspielen machen.
@Noel: sei einfach vorsichtig, lass dir nicht blind irgendwelche neuen Sicherheitszertifikate unterjubeln, dann wirst du schon nichts falsch machen mit deinem E-Banking.
Kleiner Tipp: Eine Linux LiveCD (zB Knoppix) für deine Bankgeschäfte verwenden ist auch ein Gedanke wert...
@Noel: sei einfach vorsichtig, lass dir nicht blind irgendwelche neuen Sicherheitszertifikate unterjubeln, dann wirst du schon nichts falsch machen mit deinem E-Banking.
Kleiner Tipp: Eine Linux LiveCD (zB Knoppix) für deine Bankgeschäfte verwenden ist auch ein Gedanke wert...
Cooldown510 Beiträge
Kleiner Tipp: Eine Linux LiveCD (zB Knoppix) für deine Bankgeschäfte verwenden ist auch ein Gedanke wert...@Noel: falls dich das Thema immer noch interessiert: aktuelles C'T Magazin kaufen. Befasst sich ausführlich mit dem Thema sicheres E-Banking und liefert auf der Heft DVD eine Linux Live-Cd mit: (c't Bankix)
Offenbar gibt es damit bei einigen Usern Brennprobleme, aber ich schau's mir auch mal an. Im Moment nutze ich Knoppix oder Ubuntu für E-Banking.
RomanH51 Beiträge
Hmm, sorry, aber da muss ich einigen von Euch widersprechen. Zwar glaube ich auch nicht, dass es sich hier um ein riesiges Problem handelt, aber ein reiner Sommerloch-Hype ist es auch nicht.
Zum einen ist es so, dass ein DNS-Server nicht "gehackt" werden muss, ein Exploit besteht also nicht darin, eine Software auf einem DNS-Server zu installieren. Es ist nämlich so, dass u.a. in der "alten" Version der DNS-Server-Software BIND ein Fehler enthalten ist, sodass man via das Netz den DNS-Cache des Servers verfälschen kann (cache poisoning). Andere Computer, die dann auf diesem Server DNS-Abfragen machen, erhalten eine falsche Antwort. Auf diese Weise kann dann ein Endbenutzer auf eine falsche Seite umgeleitet werden.
Bei einer e-Banking-Seite, die ja mit SSL geschützt sind, würde es dann aber zu einem Fehler kommen. Wenn ein unbedarfter Benutzer diese einfach wegklickt und ignoriert, hat er Pech gehabt. Er gibt dann sein Login preis, d.h. er loggt sich und einen Hacker bei der Bank ein. Sobald er sich ausloggen will, kann der Hacker seine Session übernehmen und das Konto plündern. Natürlich kann der Hacker sich zu einem späteren Zeitpunkt nicht mehr einloggen, wegen Einmalpasswörter oder anderen Sicherheitsvorkehrungen.
Also, aus meiner Sicht ist das Problem nicht soo klein. Wichtig ist deshalb, dass alle Benutzer und insbesondere die ISPs die Patches einspielen, die den Fehler korrigieren.
Zum einen ist es so, dass ein DNS-Server nicht "gehackt" werden muss, ein Exploit besteht also nicht darin, eine Software auf einem DNS-Server zu installieren. Es ist nämlich so, dass u.a. in der "alten" Version der DNS-Server-Software BIND ein Fehler enthalten ist, sodass man via das Netz den DNS-Cache des Servers verfälschen kann (cache poisoning). Andere Computer, die dann auf diesem Server DNS-Abfragen machen, erhalten eine falsche Antwort. Auf diese Weise kann dann ein Endbenutzer auf eine falsche Seite umgeleitet werden.
Bei einer e-Banking-Seite, die ja mit SSL geschützt sind, würde es dann aber zu einem Fehler kommen. Wenn ein unbedarfter Benutzer diese einfach wegklickt und ignoriert, hat er Pech gehabt. Er gibt dann sein Login preis, d.h. er loggt sich und einen Hacker bei der Bank ein. Sobald er sich ausloggen will, kann der Hacker seine Session übernehmen und das Konto plündern. Natürlich kann der Hacker sich zu einem späteren Zeitpunkt nicht mehr einloggen, wegen Einmalpasswörter oder anderen Sicherheitsvorkehrungen.
Also, aus meiner Sicht ist das Problem nicht soo klein. Wichtig ist deshalb, dass alle Benutzer und insbesondere die ISPs die Patches einspielen, die den Fehler korrigieren.
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