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Call in Sendungen verstossen gegen das Lotteriegesetz

12 Antworten8'738 AufrufeGestartet von Ravenwood ·

RavenwoodThemenstart55 Beiträge
#1
«Jetzt anrufen!», «Lasst mich nicht im Stich!» und «Wir haben mehr Leitungen offen»: Der Fall ist klar, hier läuft eine dieser Quizsendungen, mit denen Privat-TV-Sender gutes Geld verdienen. Doch laut Bundesgericht verstossen diese Sendungen gegen das Lotteriegesetz.

20 Minuten Online - Ruft jetzt nicht mehr an! - News

Endlich wird mal ws getan gegen diese schrott Sendungen. Bleibt zu hoffen das die Sender durch die Anpassungen kein Geld mehr verdienen und sich wieder auf mehr Qualität besinnen.

robi6'764 Beiträge
#2
Endlich wird mal ws getan gegen diese schrott Sendungen. Bleibt zu hoffen das die Sender durch die Anpassungen kein Geld mehr verdienen und sich wieder auf mehr Qualität besinnen.
Mehr Qualität durch weniger Geld... du hast soeben die Wirtschaft revolutioniert /emoticons/default_wink.png

Robi

smid12'144 Beiträge
#3
Dann könnte man ein paar Sender mergen. Sind ja eh alle in Schlieren.

Hennessy43 Beiträge
bearbeitet #4
Dann könnte man ein paar Sender mergen. Sind ja eh alle in Schlieren.
Und deshalb wurde ja der zuständige Statthalter von Dietikon interviewt, der nun alles prüfen will und notfalls mit der Polizei dahintergeht.

Icetiger877 Beiträge
#5
Endlich ist Schluss - am liebsten hätte man an der Wagistrasse in Schlieren den Stecker ganz gezogen, dann wären wir von StarTV, 3plus, Schweiz5 und SSF befreit gewesen. Aber leider verabschiedet sich hier nur das swissquiz vom Bildschirm: Ende von swissquiz.tv bei STAR TV / Schweiz am 15.03.2010

smid12'144 Beiträge
#6
Ein Quiz-Sender ist ja auch 9 Live.

Witzig, dass viele "FTA olé olé" Anbieter diesen Sender sogar analog senden.

Bin ich jetzt paranoid? Aber wieso machen die das?

Icetiger877 Beiträge
#7
Kennt ihr Alexandra Maurer, Patrizia Giovanniello, Raya Lukic, Serap Yavuz, Sabrina Meier, Anne-Cecile Vogt, Nathalie Lenner, Stefan Sommeregger und Miriam Wimmer ??? - Wenn ihr sie nicht kennt ist auch nicht so schlimm. Dies waren die Moderatorinnen auf swissquiz. Wünsche den Mädels viel Glück auf dem RAV.

olifaessler4'260 Beiträge
#8
Kennt ihr Alexandra Maurer, Patrizia Giovanniello, Raya Lukic, Serap Yavuz, Sabrina Meier, Anne-Cecile Vogt, Nathalie Lenner, Stefan Sommeregger und Miriam Wimmer ??? - Wenn ihr sie nicht kennt ist auch nicht so schlimm. Dies waren die Moderatorinnen auf swissquiz. Wünsche den Mädels viel Glück auf dem RAV.
Wollen wir jetzt eine moralische Diskussion starten, ob man für Leute die mit dem Ausnehmen anderer Leute ihren Unterhalt verdienen Mitleid haben muss, wenn diese Erwerbsquelle wegbricht aufgrund gesetzlicher und regulatorischer Vorschriften? Oder gehört das zum "Berufsrisiko". Ich könnte so einen Job jedenfalls nicht ohne moralische Bedenken machen...

Rai 1730 Beiträge
#9
Wollen wir jetzt eine moralische Diskussion starten, ...
Warum nicht? Ich persönlich hätte bei so einem Jobangebot sicherlich Bedenken gehabt, aber nach kurzem Überlegen wäre ich zum Schluss gekommen, dass jeder selbst schuld ist, der da anruft. Sogar der IQ einer Kaktuspflanze reicht aus, zu verstehen, dass man da über den Tisch gezogen wird. Abgelehnt hätte ich den Job aber trotzdem, und zwar aus dem einfachen Grund, dass er nicht zukunftssicher ist, was hiermit bewiesen wäre. Wie heisst es so schön in der ehemals demokratischen Republik, wo ich herkomme: Wer die Ursache seines Übels ist, der bemitleide sich selbst.

Anubis875 Beiträge
#10
Warum nicht? Ich persönlich hätte bei so einem Jobangebot sicherlich Bedenken gehabt, aber nach kurzem Überlegen wäre ich zum Schluss gekommen, dass jeder selbst schuld ist, der da anruft. Sogar der IQ einer Kaktuspflanze reicht aus, zu verstehen, dass man da über den Tisch gezogen wird. Abgelehnt hätte ich den Job aber trotzdem, und zwar aus dem einfachen Grund, dass er nicht zukunftssicher ist, was hiermit bewiesen wäre. Wie heisst es so schön in der ehemals demokratischen Republik, wo ich herkomme: Wer die Ursache seines Übels ist, der bemitleide sich selbst.
da würde ich eher bei Mike Shiva ein job annehmen, der ist ziemlich sicher...

ich hab gestern beim zappen im epg zwar noch swissquiz gelesen, aber auf keinem sender lief es gestern.

Icetiger877 Beiträge
#11
«Ruft an! Beeilt euch! Jemand muss jetzt die freie Leitung finden!» Die Moderatorin drängt die Fernsehzuschauer, bei ihrem Quiz mitzuspielen. Die Aufgabe: Buchstabensalat sortieren, Wortgruppen erraten, Mathe-Puzzle lösen. So einfach, wie es auf den ersten Blick scheint, ist das aber selten. Jeder versuchte Anruf kostet 1.85 Franken – auch wenn man es kaum je in die Sendung schafft.

Solche TV-Gewinnspiele – genannt Call-In-Shows – laufen zu Randzeiten auf mehreren Sendern und stundenlang. Seit kurzem ist allerdings Funkstille – zumindest auf drei wichtigen Kanälen. Die Münchner Produktionsfirma Primavera, die die Sender 3 Plus, Star TV und Viva Schweiz mit dem Format Swissquiz beliefert, hat die Produktion eingestellt. Allerdings nicht ganz freiwillig. Im Vorfeld hatte 3 Plus die Sendung vom Netz genommen. «Wir wissen zurzeit nicht, ob und wann Swissquiz wieder auf 3 Plus ausgestrahlt wird», sagt Chef Dominik Kaiser.

Illegal, sagt das Bundesgericht

Auslöser ist ein Urteil des Bundesgerichts, das vom «Kassensturz» publik gemacht wurde. Darin kommen die Richter in Lausanne zum Schluss, dass solche Call-in-Shows illegal seien.

Star TV wollte die Sendung anfangs weiterführen. «Nach umgehend ergriffenen Massnahmen der Produktionsfirma Primavera TV sind wir der Auffassung, dass das Format aktuell den Anforderungen des Bundesgerichts genügt», schrieb Star TV dem «Kassensturz». Jetzt hat Chef Paul Grau aber seine Meinung geändert und das Format gestoppt. Wieso wollte er dem TA nicht erklären. Viva Schweiz würde das Format auch heute noch ausstrahlen.

Immer wieder Betrugsvorwürfe

Die TV-Gewinnspiele geraten nicht das erste Mal ins Zwielicht. Bislang ging es dabei allerdings immer um die Methoden. Mehrfach wurden Vermutungen geäussert, bei den Shows werde getrickst und betrogen: Die Teilnehmer hätten trotz erheblicher Kosten keine Chance auf den Gewinn. Konsumentenmagazine berichteten von Fällen, bei denen Zuschauer Tausende von Franken für die Gewinnspiele ausgaben, ohne jemals auch nur in die Sendung geschaltet zu werden.

Dafür haben sich die Gerichte bislang allerdings nie interessiert. Anders als in Deutschland gibts in der Schweiz keine Auflagen oder Rahmenbedingungen für Gewinnspiele. Es wird lediglich unterschieden, ob es sich um eine bewilligungspflichtige und gemeinnützige Lotterie (Lotto, Toto, Euromillions) oder aber um ein nicht reguliertes Gewinnspiel handelt. Der Unterschied: Bei einem Gewinnspiel muss man teilnehmen können, ohne dafür einen Einsatz zu leisten – also gratis.

Genau hier liegt das Problem. Das Bundesgericht hat entschieden, dass im Fall der Call-In-Shows der Gratisweg fehlt. Zwar können Zuschauer neben der teuren 090x-Nummer auch kostenlos via Internet oder Postkarte mitmachen. Laut Bundesgericht mussten die Zuschauer aber den Eindruck gewinnen, dass diese Varianten nicht die gleichen Gewinnchancen bieten – zumindest in bestimmten Phasen des Spiels. Und weil die Gratisteilnahme nicht klar genug hervorgehoben wird, mutiert das Gewinnspiel zur Lotterie – allerdings ohne Bewilligung und ohne Gemeinnützigkeit. Und das ist illegal.

Illegale Gewinne eingezogen

Auch die Gewinne, die mit dem Quiz erzielt wurden, sind damit nicht rechtens. In dem vom Bundesgericht untersuchten Fall von 2006 werden die Einnahmen aus Telefonanrufen auf 4,65 Millionen Franken geschätzt, der Gewinn auf 240'000 Franken. Den Grossteil davon hat das Gericht nun eingezogen.

Beat von Rechenberg von der Kanzlei CMS von Erlach Henrici glaubt, dass der Bundesgerichtsentscheid das Aus für die Call-In-Shows bedeuten könnte: «Das Bundesgericht fordert klar Transparenz: Dem gewöhnlichen Zuschauer muss bewusst sein, dass er nicht die Mehrwertdienst-Nummer wählen muss, um gewinnen zu können.» Heute aber lebten die Shows gerade von ihrer Intransparenz: «Würde diese beseitigt werden, wählte wohl niemand mehr die Mehrwertdienst-Nummer. Und damit stünde kein Geld mehr zur Verfügung, um Gewinne auszuschütten», glaubt von Rechenberg.

Gefahr droht auch aus anderer Richtung: Das Bundesamt für Kommunikation hat ein «Verfahren in Zusammenhang mit Call-In-Sendungen» eröffnet. Im schlimmsten Fall könnte es den Betreibern die 090x-Nummer entziehen.

Quelle: Tages-Anzeiger online

colibri55 Beiträge
#12
und 10 Jahre später erinnert sich nieman mehr dran

colibri55 Beiträge
#13
Ein riesen Theater für angebliche 4000.- aber die gewinnt man nur, wenn man neben dem beschriebenen Fehler auch noch 4 von 16 Zahlen richtig tippt. Das ist Betrug am Zuschauer und gehört verboten.

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