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Waudiz

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  1. Es stünde der Swisscom gut an, auch unter der eigenen Marke solche Tarife anzubieten. Stattdessen werden 100 verschiedene "Brands", wie das auf Neudenglish heisst, ins Leben gerufen. Auf dass sich der "direkte" Swisscom-Kunde mehr und mehr verschaukelt vorkommen muss. Gilt z.B. auch für Wingo.
  2. Zattoo

    Wenn sonst irgendwas Last gibt auf die CPU und/oder Grafikkarte (mal "isoliert" 30+ min benchmarken) passiert es nicht? Neueste Treiber für Mainboard Chipset und eben Grafik installiert? Wie ist es mit anderen ähnlichen Anwendungen? Z.B. Wilmaa oder auch 30 Min Youtubel?
  3. DVD Sammlung behalten oder nicht?

    Auch wenn man abertausende Franken für eine Mediensammlung (CD/DVD/Bluray) bezahlt hat: Man sollte sich immer bewusst sein, dass dies keine Wertanlage ist. Es ist keineswegs so, dass die Medien im Laufe der Jahre immer wertvoller würden, sondern es schlägt ab einem bestimmten Alter gnadenlos der Medienfrass (Zersetzung) zu, und Medien können plötzlich nicht mehr korrekt abgespielt werden. Spätestens dann tendiert ihr Wert gegen null. Ich habe das schon bei einigen CDs gesehen, und den DVDs wird es dereinst auch nicht anders ergehen. Selbst habe ich mich schon vor Jahren von allen Scheiben getrennt. Da bekommt das Wort "Trennscheibe" eine ganz neue Bedeutung.
  4. Die Argumente finde ich auch nicht besonders glücklich gewählt bzw. formuliert. Wenig kann ich auch dem Video abgewinnen. Hier wurde einfach etwas von einem Provider verlinkt, statt dass die Initiatoren buchstäblich selber hingestanden wären und kurz und knapp ihr Anliegen formuliert und eine überzeugende Begründung dafür geliefert hätten. Mag der Inhalt des Videos auch korrekt sein, für Laien ist es zu langfädig und stellenweise immer noch zu fachchinesisch. Werbung, auch politische, muss ihre Botschaft in aller Kürze vermitteln können, will sie erfolgreich sein. Den Standortvorteil von FTTH sehe ich durchaus: Wer will in 10, 20 Jahren noch ein Unternehmen gründen an einem Ort, wo es kein Glasfasernetz gibt, wenn vielleicht in der Nachbargemeinde oder ein Dorf ennet der Kantonsgrenze, ebendiese Infrastruktur vorhanden ist? Und während unsere Eltern die Sache noch entspannt sehen mögen: Wer von Kindsbeinen an im Internet war, wird dem Netzzugang künftig mindestens soviel Beachtung schenken wie dem Steuerfuss oder der Verkehrsanbindung. Internetanbindung wird zusehends als Teil der Lebensqualität wahrgenommen. Gemeinden ohne FTTH dürften das über kurz oder lang zu spüren bekommen. Wenn ich sehe, für was für fragliche Dinge, um nicht zu sagen Unsinn, Gemeinden Geld aufwerfen: Mal muss ein neues Leitbild und/oder Gemeindemotto her. Natürlich wird nicht der erstbeste Einfall eines Gemeinderates zum Motto erkoren, sondern es wird ein Wettbewerb losgetreten. Entsprechend kostet so ein Furz, von dem die Bevölkerung einen Wahnsinnsnutzen hat, ja auch fast gar nichts. Das Leitbild wird aufwändig mit viel Rücksprache mit der Bevölkerung erstellt, danach in alle Haushalte verteilt, um alsbald im Altpapier massenweise wieder aufzutauchen. Sicher nur kurz später ist das Briefpapier der Gemeindeverwaltung angeblich altmodisch (neues Logo muss sein, aber subito!), die Strassennamen werden plötzlich anders geschrieben (Dorf-Strasse statt Dorfstrasse) inkl. Änderung in der ganzen IT (Adressbestand), Schildertausch an den Strassen selbst, und weitere Leerläufe mehr. Die Beispiele habe ich mir nicht aus dem Finger gesaugt, sondern ich kenne Gemeinden, in denen erwähnte Dinge passiert sind. Solches Geld wäre meines Erachtens in einem FTTH-Netz zukunftsweisender investiert. Handyantennen: Es ist eher so, dass die Antennen selbst auch eine Glasfaseranbindung brauchen, wollen sie die für 5G angepeilten Geschwindigkeiten liefern können. Man hätte also besser argumentiert, dass Glasfaser auch für leistungsstarke Mobilnetze schon in naher Zukunft ein Muss sein wird. Ich denke, dass die Anzahl Antennen noch zunehmen wird, gerade dort, wo kein FTTH und vielleicht auch kein TV-Kabel verfügbar ist, da in solchen Gegenden zusehends auf mobiles Internet ausgewichen werden dürfte, wenn das Festnetz "nichts" hergibt. Trotz des für mich wenig überzeugenden Daherkommens der Initiative hoffe ich, dass sie zu Stande kommt und dass im eigentlichen Abstimmungskampf besser argumentiert wird.
  5. Ich wundere mich nicht über die Geschichte. Sieht dem Laden ähnlich. Selber mache ich es bei ID so, dass ich unmittelbar bevor ich vorbei ginge, kurz schaue, ob das Produkt verfügbar ist. Bestellen tu' ich aber gar nichts, sondern hole dann ein Produkt einfach ab. Ich streife aber sowieso regelmässig an mehreren ID-Filialen vorbei, die liegen wirklich am Weg für mich. Mich nervt an der ganzen Coop-Gruppe viel mehr, dass ein und derselbe Artikel manchmal ebensoviele Preise hat wie Coop Marken (Fust, ID, Microspot, Coop, Coop City - letztere v.a. für Verbrauchsmaterial). Damit soll wohl demonstriert werden, dass alle unabhängig sind trotz desselben Konzerndachs. Die Sperrfristen sind doch inzwischen abgelaufen, in denen keine Zusammenlegung der aufgekauften Ketten stattfinden durfte, etc.? Man fühlt sich schon ver... wenn bisweilen ein Produkt ein paar Meter weiter günstiger ist bei einer anderen Marke des Konzerns. Immer genau prüfen vorher. Digitec ist aber auch nicht immer das Wahre: Sie sind gut, wenn die Ware an Lager ist. Wenn nicht, habe ich bei denen schon unzählige "Kettenvertröstungen" bis St. Nimmerlein erlebt: "Kommt in x Tagen." Wenn der Termin naht: "Sorry, kommt y Tage später", usw. Mehrfach schon habe ich schliesslich entnervt storniert und anderswo gekauft, halt vielleicht ein paar Franken teurer. Und seit kurzem haben sie den Vorteil des Zentrallagers für den Kunden zunichte gemacht, der Standort Wohlen/AG funktioniert jetzt wie jede andere Filiale (alles muss erst bestellt werden). Seit Microspot einen Abholschalter im Zürcher HB hat, hat mich Digitec weitgehend gesehen. Praktischer als HB geht's für mich kaum. Immer in die Filialen rausfahren nur um kurz was abzuholen (Digitec) ist vergleichsweise zeitraubend. Zudem dauert es bei Digitec bisweilen "ewig", bis man dran kommt. Da nützt auch "Express" (haha) Abholung nichts, wenn vor mir trotzdem noch 20 "Beratungen" dran kommen. Nur die grossen SBB-Schalter sind noch schlimmer.
  6. Vor kurzem wurde im Kanton Zürich eine Volksinitiative gestartet, die verlangt, dass die EKZ (Elektrizitätswerke des Kantons Zürich) in ihrem Versorgungsgebiet ein FTTH-Netz bauen, Kooperationen sind dabei erlaubt. Vereinfacht gesagt sind fast alle Gemeinden mit Ausnahme der Städte Zürich und Winterthur EKZ-Gebiet. Die meisten der Orte, welche ein eigenes/anderes Netz haben, sind bereits am Bauen eines FTTH-Netzes. Andere Technologien als FTTH werden von den Initianten als nicht ausreichend abgetan, sie wollen FTTH und kein sonstiges FTTx. Es wäre toll, wenn auch Leute, die bereits Glasfaser haben, solidarisch die Initiative unterstützen. Ich selber habe mit der Initiative nichts zu tun, begrüsse sie aber sehr. https://www.glasfaser-zh.ch/
  7. die neue UPC 4k Box

    UPC hat sich mal wieder gemuckst zum Thema Horizon 4k. Vorerst diskutieren wir aber noch über ein Phantom. https://www.teltarif.de/unitymedia-horizon-tv-box-nachfolger/news/68813.html
  8. Kennt jemand Sheek? Meinungen?

    Jaja, Ricardo und die Gebühren... Wenn ich allerdings abwägen muss, dann nehme ich halt immer noch lieber Ricardo, da hat man den ganzen Sch...wachsinn mit den Feilschern und den Kaum-Deutschverstehern nur am Rande. V.a. nervt natürlich, wenn alle "Interessenten" schon die Mobilnummer haben, obwohl man am Schluss gar keinen Deal abschliesst mit ihnen. Klar, man kann sich dann für sowas eine Zweitnummer zulegen, aber eben, hier wird es mir bereits zu umständlich. Da finde ich die Gebühren bei Ricardo das kleinere Übel. Es gibt zwar auch ab und zu auf Ricardo Leute, die Feilschen über die Frage-Funktion probieren. Diese kann man problemlos ignorieren, v.a. wenn im Auktionstext schon steht, dass keine Preisverhandlungen via Fragen geführt werden. Bei Ricardo: Einstellen und warten, bis die Auktion abgelaufen ist oder ggf. jemand den Sofortpreis gezahlt hat. Weiter habe ich damit kaum was zu tun während der Angebotsfrist. Das ist bei Tutti anders. Ich habe weder Zeit noch Nerven für Tutti. Etwas was mich dort auch stört: Es zu viele alte Inserate noch online, wenn die Ware längst weg ist. Als Interessent ist es mir mehrfach passiert, dass ich keine Antwort auf Fragen bekommen habe. Fragen, die ich stelle, weil die Beschreibung völlig unzureichend ist (etwa: Zu Verkaufen: Laptop Acer) oder ich v.a. bei einem älteren Inserat nachfrage, ob der Artikel überhaupt noch zu haben ist. Aus Sicht des Verkäufers kann ich gut verstehen, dass man nicht (immer) reagiert, v.a. wenn die Ware schon weg ist. Dennoch ist es für beide Seiten nervig und verlorene Zeit.
  9. Kennt jemand Sheek? Meinungen?

    Die Idee ist altbekannt, anderswo Treuhandservice oder ähnlich genannt. Ich will solchen Diensten die Existenzberechtigung nicht absprechen, gerade für Tutti mag so etwas durchaus sinnvoll sein, da es weiter kein Kontrollsystem wie etwa gegenseitige Bewertungen gibt oder eine Instanz, die bei gewissen Problemen schlichtet bzw. einschreitet. Mir selber ist das System wie bei Ricardo aber lieber, auch wenn ich mit einigen Entwicklungen auf jener Plattform alles andere als glücklich bin. Vor allem, dass die gewerblichen Verkäufer Überhand nehmen und die Plattform so zusehends einem Shoppingportal statt einer echten Fundgrube von und für Private gleicht. Dennoch gefällt mir das Bewertungssystem, auch wenn es dazu ebenfalls einiges zu sagen gäbe, sowie die Tatsache, dass eine Instanz da ist, die bei krassen Problemen einschreiten kann. Selber habe ich in über 15 Jahren Ricardo-Mitgliedschaft und aberhunderten Käufen wie auch Verkäufen kaum nennenswerte Probleme gehabt. Die Fälle, wo etwas nicht reibungslos lief, lassen sich an einer Hand abzählen. Wenn ich mir vorstelle, dass ich jedes Mal so eine Sicherheitsinstanz wie Sheek zwischenschalten würde... Ich hätte denen schon ein Vermögen "geschenkt". 5% der Wertes von allem, was ich gehandelt habe auf Ricardo. Wow! Aber gerade in der CH und auch in D ist die Vollkasko-Mentalität sehr verbreitet. Man sieht das ja auch daran, dass einem heute in jedem Laden für fast alles Garantieverlängerungen über mehrere Jahre angeboten werden, die sich für die meisten wohl auch nie rechnen dürften, aber halt dieses "sicher ist sicher" Gefühl geben. Natürlich: Es kann immer etwas passieren. Doch meine Erfahrung ist: Wer als Käufer das Hirn einschaltet, hat kaum je Probleme. Ist ein Deal zu gut, um wahr zu sein, dann ist er eben auch nicht sauber, und es dürfte Probleme geben. Als Verkäufer halte ich mir Probleme mit säumigen Zahlern vom Hals, indem ich Vorauszahlung verlange, was auf Ricardo üblich ist. Je nachdem kann man auch Abholung / Barzahlung vereinbaren, was auch immer funktioniert hat. Es hat mir noch nie jemand den angebotenen Gegenstand aus der Hand gerissen und damit das Weite gesucht ohne zu zahlen. Dann gilt es auch, für auf Ricardo angebotenen Artikeln keine Deals ausserhalb Ricardo abzuschliessen, und ich kaufe weder im noch versende ich ins Ausland. Wenn es mal Probleme gab, dann lag es nicht daran, dass der Käufer nicht gezahlt bzw. der Verkäufer die Ware nicht versandt hätte. Sondern, dass es unterschiedliche Auffassungen gab z.B. was an Verschleiss / Gebrauchsspuren tolerierbar ist und was nicht. Diese Dispute entstanden aber zu einem Zeitpunkt, an dem die Zahlung bzw. der Versand schon durch waren. Davor schützt einem auch Sheek nicht. 10% der Kaufsumme finde ich überrissen. Wenn jede Seite 2 bis 2.5% zahlen müsste, OK. Ich würde sowas allerhöchstens bei sehr teuren Waren in Anspruch nehmen, aber im Alltag rechnete sich das für meine Bedürfnisse nie und nimmer. Selbst ein einzelner Totalabschreiber unter hunderten Deals käme mich weniger teuer zu stehen, als wenn ich auch bei den am Schluss problemlos abgewickelten Angeboten die 5% zahlen würde.
  10. Mich nimmt noch folgendes wunder: Beim KMU-Abo heisst es unter "Business Internet L": "Internet fürs Geschäft mit (max.) 1000 Mbps Down-/Upload (FTTH symmetrisch; Kupfer 500/100)" Das tönt gerade so, als ob man 500/100 auch auf Kupfer haben könne. Sehe kein Sternchen/Fussnote oder Ähnliches. Da bin ich aber gespannt, wie das gehen soll, insbesondere bei Anschlüssen, die nicht mal für Vectoring geschweige denn G.fast ausgebaut sind. Der erste bestellt, und dann wird dort ausgebaut oder wie?
  11. Eine automatische Migration findet nicht statt. Man kann also alles beim heutigen Stand belassen. Es kann aber sein, dass in Zukunft die alten Abos beendet werden. Dann muss man umsteigen oder den Anbieter wechseln. Das war doch schon bei der Umstellung von Vivo Casa mit den Sternen auf die späteren Vivo Abos mit den Grössen (XS bis XL) so.
  12. Viel Lärm um ... wenig Infinity 2.0 XL -> inOne Mobile L ist dasselbe geblieben, oder habe ich etwas übersehen? Als Single profitiert man nicht weiter (es gab ja auch bisher schon den Tutto Vorteil). Ich habe einmal mehr das Gefühl, dass die Poweruser die Mitte subventionieren. Die tieferen Abos werden attraktiver, oben tut sich nichts. Man hätte ja beim XL wenigstens das Inklusivevolumen ausserhalb der EU erhöhen oder aber den Preis senken können. Beim Infinity XL -> inOne Home L sieht es besser aus. Ohne Festnetz jetzt noch 125 statt wie bisher 154. Das ist spürbar im Portemonnaie!
  13. Also es kommt: - Glasfaseranschlüsse mit Vivo XL jetzt mit 10/10 statt 1/1 GBit/s - auf dass die Kabler mindestens DOCSIS 4.0 brauchen zum Einholen. Der neue Topspeed ermöglicht, bereits auf XS Niveau 500/500 MBit/s wegzugeben. Für den neuen Speed gibt es die Swisscom Box Superplus. Dass der grössere Teil der CH in die Röhre schaut, da ohne Glasfaser, muss man an so einem Feiertag ja nicht unbedingt erwähnen. - Neu hat jetzt schon Natel Infinity 2.5 XS bis zu 366 Roaming Days in Europa. Das "bis zu" wird einmal alle 4 Jahre erreicht, wobei es auch hier noch alle 100 Jahre wieder eine Ausnahme gibt, die wiederum alle 400 Jahre einer weiteren Ausnahme weicht. Das inkludierte ganze fette Gigabyte zum Versurfen bleibt dabei unverändert, auf dass man besser Einteilen/Haushalten lernt. - Um einen Respektsabstand beizubehalten, erhalten die Infinity 2.5 XL bis zu 732 Roaming Days pro Jahr. Nennt sich dann 2-in-1, zwei Jahre in einem. Entsprechend werden die Inklusivedaten im Ausland verdoppelt. - Die Roaming-Zonen werden abgeschafft. Neu kann man ein in der EU angefangenes Datenpaket ohne Aufpreis auch in Kuba noch zu Ende versurfen. Dass die Preise für die Einheitspakete drastisch steigen, steht nur im Kleingedruckten. - Wer noch Festnetz-Telefonie abnimmt, darf mit einer satten Gutschrift beim Mobilabo rechnen. Auf dass man wieder steigende Anschlusszahlen präsentieren kann. - Es wird der erste Fernseher präsentiert, der SCTV vollumfänglich nativ unterstützt (keine Box mehr nötig). Vorbestellungen werden entgegengenommen. Geliefert wird im Q4/2017. Mein Tipp: Das wird auf den 29. Dezember hinauslaufen.
  14. Das Problem ist doch wie dargestellt, dass der Vorsprung nichts nützt, wenn die Leute einfach auf den Preis und ihre Bedrüfnisse schauen. Entweder sie buchen einen Speed bei Swisscom, der zumindest im Downstream nicht FTTH-exklusiv ist und somit auch mit weniger Aufwand zu erreichen wäre, oder sie gehen direkt zur TV-Kabel-Konkurrenz. Vielen reicht 50/5, für ihre Bedürfnisse ist es das bessere Angebot als 20/20 der Swisscom (UPC Connect & Play 50 vs Swisscom Vivo XS). Was sollen sie bei Swisscom noch an grossen Visionen haben? Auslandabenteuer werden von der Politik und erst recht vom Volk nicht goutiert, spätestens seit man sich dort die Finger verbrannt hat (Debitel) oder im Begriff war, es zu tun (Eircom). Ebensowenig möchten Politik & Volk die Kontrolle verlieren. Dass Swisscom plötzlich z.B. von Vodafone oder der Deutschen Telekom übernommen würde scheint heute unvorstellbar. Wie "gut" das ankäme, hat man ja z.B. bei der Fluggesellschaft SWISS gesehen. Beim TV hat man den grösstmöglichen Schritt mit SCTV 2.0 gemacht ("Cloudierung"). Da kann man nicht mehr revolutionär weiter gehen. Allenfalls einige nette Zusatzfunktionen sind in Zukunft denkbar. Höhere Auflösungen, bessere Codecs bzw. Wegfall des Recodings und damit auch weniger Lag, vielleicht irgendwann mal Speichern von Sendungen ausserhalb der SCTV Infrastruktur, wenn dereinst DRM in heutiger Form kein Thema mehr ist. Aber sonst diskutieren wir hier ja seit langem, dass wir uns immer mehr vom althergebrachten Fernsehen abkehren. Erst mit zeitversetztem Schauen, später durch Nutzung total neuer Dienste, von Youtube bis Netflix. Selbst wenn SCTV alle Sender dieser Welt anbieten würde, die meisten Leute brauchen das nicht und wären nicht bereit, dafür mehr Geld zu zahlen. Wir haben also: - Das angestammte Geschäft (Telefonie) ist heute nur noch eine Randerscheinung, die im Vergleich zu früher nicht mehr viel abwirft. Unlimitierte Telefonie zumindest im Inland im Abo inklusive ist heute eher die Regel denn die Ausnahme. Auslandgespräche sowie Gespräche im Ausland werden heute über spotbillige VoIP Provider und Messenger wie Whatsapp geführt. Gratis WLAN findet sich immer irgendwo, mehr braucht es dazu nicht. - Beim Mobilfunknetz ist man an Grenzen der Akzeptanz gestossen (Stichwort Elektrosmog) und kann das Netz nicht nach Belieben ausbauen. Man kann zwar Frequenzen umwidmen, aber dies geht nicht so einfach, wenn nicht ein grosser Aufschrei durchs Land gehen soll - man denke an die Analogabschaltung im Kabelnetz. Die Aufrüstung auf 5G geht ins Geld, zumal, wenn man aus gesetzlichen Gründen dann auch noch die Sendeleistung "künstlich" reduzieren muss. Am Roaming verdient man immer weniger, kann aber nicht einfach anderswo, z.B. im Inland, die Tarife beliebig erhöhen, da valable Umgehungsmöglichkeiten bestehen (VoIP, Messenger). - Das klassische TV-Programm verschwindet. Noch nicht heute und morgen, aber irgendwann wird die Nachfrage nach einem klassichen TV-Angebot stark sinken. Vor allem Spartenkanäle werden zusehends Internet-only werden, da weltweit erreichbar und dabei fallen erst noch keine Gebühren für die Kabeleinspeisung oder einen Sat-Transponder an. Zudem findet sich wohl international genügend Publikum für so manche Sparte, die auf regionaler oder auch nationaler Ebene auf keinen grünen Zweig käme von den Zuschauerzahlen her. Das einzige, was diese Entwicklung im Moment namhaft verzögert, ist die DRM-Problematik. Wenn hier einst der Durchbruch kommt, wird die Transformation zu neuen Systemen aber schnell gehen. - Internetverkehr, der stetig wächst. Datenmengen sind aber mittlerweile schon derart "wertlos" geworden, dass man sie unlimitiert anbieten muss und nicht volumenbasiert abrechnen kann. Ein beträchtlicher Teil der transportierten Daten sind just für Dienste, mit denen man eben noch selber Geld verdient hat. Womit wir wieder beim Thema Netzneutralität und dem Anschneiden der Wurst von zwei Seiten wären. Ich muss sagen, es gibt sicher einfachere Jobs als Swisscom CEO. Klar, als Kunde hätte ich am liebsten FTTH und 5G im ganzen Land. Ich bin aber Realist genug, um zu wissen, dass sich dies bis auf weiteres nie und nimmer rechnet und kaum die Bereitschaft da sein dürfte in der Bevölkerung, diese Kosten in Form von allgemein höheren Gebühren zu decken, wo doch der Tenor bisher immer war, dass Swisscom ohnehin zu teuer sei. Offenbar ist der Leidensdruck unter der heutigen Infrastruktur auch nicht sehr gross. Sonst wäre doch schon längst eine Initiative lanciert worden, die FTTH als Teil der Grundversorgung forderte. Wie macht man es also richtig?
  15. Warum fühle ich mich beim Lesen der Posts an das Thema Fussball erinnert? Genau. Weil jeder Zuschauer weiss, wie man es besser macht als der derzeitige Trainer. Selbst wenn der Lieblingsverein 4:0 gewinnt, hätte es doch ein 7:0 werden müssen, wenn bloss... Die Zeiten, in denen man sich die zwangsgemieteten Telefonapparate buchstäblich vergolden lassen konnte und gleichzeitig kaum Netzausbau betreiben musste, sind nun mal vorbei. Genauso die Zeiten, in denen man nur über das einst speziell dafür gebaute Telefonnetz telefonieren konnte ebenso. Konkurrenz hatte man früher auch keine zu fürchten. Was würdet ihr denn machen als Swisscom-Chef? Wenn es wirklich so ist, dass der FTTH-Ausbau sich bis auf weiteres nicht rentiert, würdet ihr trotzdem munter drauflos bauen? Einfach so aus Menschenliebe? Und nicht mit der Wimper zucken, wenn ihr später dem Bund bzw. dem Steuerzahler ein saftiges Defizit präsentieren müsstet? Da käme doch sofort der Vorwurf von einer blinden, orientierungslosen, realitätsfernen Konzernleitung. Ja, es mag sein, dass FTTH z.B. dem TV-Kabelnetz überlegen ist, schon rein technologisch gesehen. Uns in diesem Forum mag das kratzen. Frau Meier und Herrn Müller wird es aber wenig kümmern, solange sie all ihre Internet-Bedürfnisse in zufriedenstellender Qualität gestillt bekommen. Ob ein Film nun in 10 oder erst in 20 Sekunden geladen ist, macht auf dem Papier einen gewaltigen Unterschied, in der gefühlten Praxis ist es vernachlässigbar. Früher war das mal anders. 4 Stunden auf eine Datei warten mit 512, 2 Stunden Däumchen drehen bei 1024 oder nur 1 Stunde sich in Geduld üben mit 2048 Kbit/s, ja, das war so sehr spürbar, dass man schon etwas länger abwägen musste, ob man nicht vielleicht mehr Geld ausgeben sollte pro Monat. Auf dem Niveau der heutigen Speeds wartet hingegen manch einer ab und zu ein paar Minuten länger und bezahlt dafür weniger Gebühren. Wenn die Kabler erst mal mit DOCSIS 3.1 und 1 GBit/s im Downstream und zumindest 100 MBit/s im Upstream kommen, wird die Nachfrage nach FTTH selbst in bereits ausgebauten Gebieten spürbar nachlassen - so meine Einschätzung. Einfach, weil spätestens dieses Angebot nicht nur die heutigen, sondern auch die nahzukünftigen Bedürfnisse einer grossen Mehrheit potentieller Kunden abdeckt. Das Problem von FTTH ist meines Erachtens, dass es zumindest dort, wo es gut ausgebautes TV-Kabelnetz gibt, keinen zwingenden Grund, kein Killerargument gibt für einen Internetspeed, der nur mit FTTH möglich ist. Selbst Vectoring-Speed dürfte der Durchschnittsanwender bestenfalls über kurze Zeit ausreizen. Wer hier mit 1 GBit/s synchron nutzt dauernd die ganze Bandbreite, z.B. auch jetzt, während er dieses Forum liest? Eben. IMHO dürfen gerade Swisscom-Kunden sich glücklich schätzen mit zumindest den höheren Infinity oder Vivo Paketen. Im In- wie im umliegenden Ausland sind Dinge wie unlimiterte Daten im Mobilnetz oder ein System a la SwisscomTV 2.0 keine Selbstverständlichkeit, und spätestens, wenn man die Preise dort kaufkraft- und leistungsbereinigt anschaut, sind die teuren SC-Angebote gar nicht mal mehr so teuer. Klar, für von Stellenabbau Betroffene Menschen ist es immer hart. Aber alle anderen stimmen allzuoft das immer gleiche, oft heuchlerische Klagelied an: Man ist entsetzt, wenn der Dorfladen schliessen muss, fährt aber selber schon jahrelang in den nächsten Supermarkt oder sogar über die Grenze und fühlt sich erst noch gut dabei ("Ich bin ja nicht so blöd und bezahle die hohen Preise im Dorfladen / in der Schweiz"). Man ist verärgert, wenn Poststellen und SBB-Schalter schliessen, aber eigentlich wickelt man selber auch immer mehr ehemalige Schaltergeschäfte online ab. Man reibt sich die Augen, wenn traditionelle Fluggesellschaften ins Straucheln geraten, fliegt aber selber nicht (mehr) mit diesen sogenannten legacy carrieren. Usw. Nochmals die Frage: Was macht man als Swisscom CEO in einer Zeit, in der man mit dem einstigen Kerngeschäft Sprachtelefonie und auch mit der früheren Milchkuh SMS kaum noch einen Rappen verdienen kann, da zig Internetdienste Messaging, Sprach- und sogar Videotelefonie ermöglichen, kein Geld (dafür vielleicht Privatsphäre) als Gegenleistung fordern und damit offenbar den Nerv der Zeit getroffen haben? Nachäffen funktioniert jedenfalls nicht (siehe z.B. Swisscom IO, das genau niemand installiert hat in meinem Freundeskreis). Von aussen kann man immer leicht schimpfen. Es besser zu machen dürfte schwieriger sein, als sich manch einer das vorstellt. Was sind denn eure Visionen? Die klassische Einnahmequelle Telefonie bricht zusehends weg. Man denke auch daran, dass immer mehr Menschen keinen Festnetzanschluss mehr haben oder diesen über ein günstiges bis kostenloses SIP-Angebot realisieren, dass die Roamingkosten seit Jahren in Etappen sinken, etc. FTTH-Ausbau ist teuer. 5G wird auch nicht gratis sein, aber man wird kaum mehr Geld dafür verlangen können als heute für 4G. Mit Dingen wie IoT oder Smart Home weiss auch keiner, ob sich das wirklich auf breiter Front durchsetzt, und noch viel weniger, wie man damit Geld verdient. Swisscom hat gerade bei Smart Home schon das eine oder andere probiert - mit sehr mässigem Erfolg, wie mir von aussen betrachtet scheint. Doch sowohl bei IoT wie bei Smart Home (das ja eigentlich eine Teilmenge von IoT ist) könnte zumindest vorübergehend auch Ernüchterung eintreten, bevor es richtig los gegangen ist, man denke nur an die vielen Sicherheitsprobleme inkl. der Update-Problematik oder an die konkurrierenden "Standards" die damit verbunden sind. Es mag sein, dass Herr Schloter der grössere Visionär war. Dazu gehören aber auch Misserfolge. Swisscom Smartlife war z.B. nicht gerade der Brüller. Und es gibt zusehends einfach nichts mehr zu digitalisieren. Soll Schaeppi das Rad neu erfinden und SCTV 3.0 lancieren? Wie sähe sowas denn aus? Auch die Umstellung auf VoIP-Telefonie findet genau einmal statt, danach ist das durch. Unendlicher als unendlich, infinitier als Infinity geht nicht. Klar kann man jedes Jahr etwas an den Megabit/s und inklusiven Megabytes schrauben, aber den grossen Wurf damit macht man halt nur einmal. Ich will nicht gesagt haben, Herr Schaeppi mache alles richtig. Das erwartet wohl kaum jemand, schliesslich macht jeder Fehler und ist man im Nachhinein immer schlauer. Der wunde Punkt liegt für viele Menschen anderswo: Vom Chef eines Unternehmens, erst recht eines bundesnahen Betriebes (Post / Swisscom / SBB, etc.) erwartet man heutzutage Sensibilität im Zusammenhang mit der eigenen Entlöhnung. Wenn der Chef in schlechten Zeiten mit einem namhaften Eigenverzicht vorangeht, hat das eine unglaubliche Strahlkraft nach innen (Mitarbeiter) wie nach Aussen (Bevölkerung). Das vergisst man ihm im positiven Sinne noch viel weniger, als man ihm im negativen Sinne vergisst, wenn er keinen Verzicht übt.
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