Willkommen bei Digi-TV.ch, ! Ist dies Dein erster Besuch?
Registrieren

Sponsoren und Partner







Werbung

Google Anzeigen

Seite 1 von 3 123 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 7 von 19
  1. #1
    Angelo ist gerade online Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
    01.01.1970
    Beiträge
    110

    Standard Cablecom will in Basel Sender kippen

    © Basler Zeitung; 25.04.2007; Seite 29

    «Wir schalten in Basel zwölf Sender ab»

    Cablecom macht Druck auf die Stiftung Kabelnetz Basel
    franziska pfister, andreas mÖckli

    Cablecom-Chef Rudolf Fischer geht davon aus, dass die Stiftung Kabelnetz Basel seinen Plänen zustimmt. Doch der Stiftungsrat gibt sich kämpferisch.

    Die Basler Haushalte empfangen 59 TV-Sender über das Cablecom-Grundangebot › ein Drittel mehr als in der übrigen Schweiz. In fast allen Regionen hat die Netzbetreiberin Cablecom Sender rausgekippt, nur Basel und Allschwil blieben bislang verschont. Denn die Stadt verfügt über ein äusserst leistungsfähiges Kabel-TV-Netz. Die Cablecom hat bisher darüber geschwiegen, ob sie auch den Baslern Sender streichen will.

    Erstmals äussert sich Cablecom-Chef Rudolf Fischer zu seiner Strategie in Basel: Zwölf Sender will er maximal bis Ende 2009 aus dem Basler Analog-Netz nehmen, kündigt er im Gespräch mit der baz an. 47 Kanäle würden dann noch verbleiben. Doch Sender einfach aus dem Angebot streichen, kann die Cablecom in Basel nicht. Dafür braucht sie die Zustimmung der Stiftung Kabelnetz Basel. Denn bis 2027 ist die Stiftung Eigentümerin des Basler Kabel-TV-Netzes.

    gegenwehr. Der Stiftungsausschuss tagt am Donnerstag und berät den Vorschlag der Cablecom. Die schlägt vor, in einem ersten Schritt einen analogen, frei empfangbaren Sender zu streichen und stattdessen auf der gleichen Bandbreite zehn digitale, zusätzlich abonnierbare Sender aufzuschalten. Fischer erwartet «einen positiven Entscheid» des Ausschusses.

    Doch die Stiftung sträubt sich gegen Streichungen. «Bis jetzt haben wir noch kein zufriedenstellendes Angebot von der Cablecom erhalten», sagt Samuel Hess, der die Interessen des Kantons im Stiftungsrat vertritt. Für die grosse Mehrheit der Stifungsräte seien die Angebote der Cablecom ungenügend gewesen. Abgestimmt habe der Rat daher über keinen.

    «PAY-TV» ALS STANDARD. Die Cablecom wird nicht locker lassen. Sie hat viel Geld in ihr Digital-Angebot investiert und möchte das über neue Abonnenten wieder hereinholen. Die Firma versucht, über ihr Digital-Angebot «Pay-TV» hierzulande zum Standard zu machen. Um Platz für digitale Sender zu schaffen, will Fischer analoge Kanäle vom Netz nehmen. Für jeden wegfallenden Analog-Kanal könne die Cablecom zehn digitale aufschalten, argumentiert er.

    «Wir haben dem Stiftungsrat angeboten, dass Basel zehn zusätzliche französischsprachige digitale Sender erhält», erklärt Fischer. In der Stadt und in Allschwil könnten dann 103 Sender im digitalen TV-Netz empfangen werden. Das sind zehn mehr als im Rest der Schweiz. Dennoch dürfte der Vorschlag den Unmut der Konsumenten schüren.

    aufpreis. Die Kunden begehren auf: Sie wollen nicht mehr für ein grösseres Senderangebot zahlen als sie bisher hatten. Viele möchten lieber die gleiche Zahl an Sendern, dafür in digitaler Qualität › und zum gleichen Preis: 26.60 Franken im Monat. Für das günstigste Digitalangebot müssen sie 6 Fr. zusätzlich zahlen. So viel kostet die Miete einer Settop-Box, die zum Empfang digitaler Sender nötig ist.

    Ein abgespecktes Digitalangebot kommt aber für die Cablecom nicht in Frage. Seine Firma stehe im Wettbewerb und müsse mit den Angeboten der Konkurrenz, vor allem der Swisscom, mithalten. Sonst sei sie in fünf Jahren «weg vom Fenster», sagt Fischer.

    Die Cablecom sei aber bereit, das Digitalangebot in Basel grosszügiger auszugestalten als im Rest der Schweiz. Doch dafür müsse Platz geschaffen werden, indem Sender im analogen Netz abgeschaltet werden. «Wenn wir keinen Platz schaffen, können wir die TV-Angebote der Zukunft nicht übertragen», argumentiert der Konzernchef. Konkret droht er, die Cablecom werde in Basel die Euro 08 nicht in der höheren Bildauflösung «High Definition» verbreiten.

    nachbessern. Der Stiftungsrat wolle sich dem technischen Fortschritt nicht in den Weg stellen, sagt Hess vom Stiftungsrat. Irgendwann würden alle Kanäle digital übertragen, das sei ihnen auch bewusst. Während der Übergangsphase sollen in Basel aber nach dem Willen der Stiftung möglichst viele Sender analog verfügbar bleiben. Der Stiftungsrat erwartet neue Vorschläge der Cablecom. Bessert die Cablecom ihr Angebot nicht auf, sieht es zurzeit danach aus, als ob sich am Basler Senderangebot vorläufig nichts ändert.

  2. #2
    Angelo ist gerade online Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
    01.01.1970
    Beiträge
    110

    Standard

    © Basler Zeitung; 25.04.2007; Seite 29

    Keine freie Wahl für Cablecom-Kunden

    Die Kunden des Kabelnetzbetreibers sind an dessen Empfangsgerät gebunden
    ANDREAS MÖCKLI

    Alternativen zu Cablecom sind zwar vorhanden. Jedoch hat auch der Empfang über Satellit oder Antenne seine Nachteile.

    Die Zukunft des Fernsehens ist klar: In wenigen Jahren werden die Sender nur noch digital verbreitet. Will ein Kunde digitales Fernsehen empfangen, benötigt er ein Empfangsgerät (Settop-Box). Bei Cablecom haben die Kunden aber keine freie Wahl und müssen auf das Gerät des Kabelnetzbetreibers zurückgreifen. Dieses kann für 6 Fr. pro Monat gemietet oder für 150 Fr. gekauft werden. Viele Kunden ärgern sich darüber. Cablecom könnte den Kunden die Wahlfreiheit lassen und das digitale Basisangebot unverschlüsselt senden.

    «Für mich ist es unverständlich, wieso Cablecom dies nicht tut», sagt Ralf Beyeler vom Internetvergleichsdienst Comparis. Wäre das Basisangebot von Cablecom unverschlüsselt, könnte der Kunde selber wählen, welche Settop-Box er kaufen will. Neue Fernsehgeräte sind bereits in der Lage, digitale Signale zu empfangen. Ein separates Empfangsgerät wird somit nicht mehr nötig. Cablecom sieht das jedoch anders: Das Empfangsgerät sei ein Teil ihres Kabelnetzes, sagt Sprecher Hans-Peter Nehmer. Würden Kunden Empfangsgeräte anderer Anbieter benutzen, könnten diese womöglich die Signale nicht richtig entschlüsseln.

    Auch die Funktionen des Empfangsgeräts geben Anlass zur Kritik. Laut Beyeler sei es beinahe unmöglich, mit einem Harddiskrekorder Sendungen aufzunehmen. Cablecom gesteht zwar ein, dass Sendungen nur schwer mit anderen Geräten aufgenommen werden können. Nehmer verweist deshalb auf den Mediarecorder von Cablecom, der auch Sendungen aufnehmen kann. Diese Variante ist allerdings erheblich teurer: Die monatliche Miete beträgt 20 Fr. Kaufen kann man das Gerät nicht.

    Alternativen zu Cablecom sind vorhanden, haben aber ebenfalls ihre Nachteile:

    > Bluewin-TV. Das Empfangsgerät ist bei Bluewin-TV von Swisscom ebenfalls vorgegeben. Zudem müssen Bluewin-TV-Kunden bei Swisscom telefonieren (Festnetz) und surfen (ADSL-Anschluss).

    > Antennenempfang. Der Fernsehempfang ist auch über die Zimmerantenne möglich. Dank der Nähe zur Grenze können in Basel auch Sender aus Frankreich und Deutschland empfangen werden. Auf Privatsender wie RTL und ProSieben oder österreichische Programme wie ORF muss man dann jedoch verzichten.

    > Satellitenempfang. Billige Satellitenschüsseln sind inklusive des auch hier benötigten Empfangsgeräts für 200 bis 300 Fr. erhältlich. Hinzu kommen die Montagekosten, will der Kunde die Schüssel nicht selber installieren. Regionalsender wie «Telebasel» können jedoch nicht empfangen werden.

    > Am PC über Internet. Auch im Internet kann ferngesehen werden › etwa bei Zatoo (gratis) oder ADSL.TV (30 Sender für 9.90 Fr). Die Bildqualität ist allerdings noch bescheiden.

    Ralf Beyeler von Comparis empfiehlt den Konsumenten in Basel, beim analogen Angebot zu bleiben. Die Kunden sollten abwarten und sehen, welche Sender aus dem analogen Angebot gestrichen werden. Man könne dann immer noch auf die Satellitenschüssel oder eine andere Alternative umsteigen.

  3. #3
    Avatar von smid
    smid ist gerade online Super-Moderator
    Registriert seit
    01.01.1970
    Ort
    Zürich
    Beiträge
    7.384

    Standard

    Ein bissel rechnen:
    32 Kanäle à 8 Mhz mehr als in Zürich
    20 analoge Kanäle mehr als in Zürich
    Also müssten 12 Kanäle frei sein. Das würde für HD und digital cinema reichen.

    Oder hab ich mich verrechnet?
    Geändert von smid (26.04.2007 um 06:09 Uhr)
    Wenn man keine sachlichen Argumente mehr hat, dann geht’s nur mit persönlichen Diffamierungen – Du Sau! (Alfred Tetzlaff in ein Herz und eine Seele)

  4. #4
    Digitaldan ist offline Benutzer
    Registriert seit
    14.03.2007
    Beiträge
    48

    Standard

    [QUOTE=Angelo;19538
    Ralf Beyeler von Comparis empfiehlt den Konsumenten in Basel, beim analogen Angebot zu bleiben. Die Kunden sollten abwarten und sehen, welche Sender aus dem analogen Angebot gestrichen werden. Man könne dann immer noch auf die Satellitenschüssel oder eine andere Alternative umsteigen.[/QUOTE]

    Also langsam aber sicher geht mir diese ewige cablecom verteufelung ziemlich auf die Nerven.

    Auch ich hatte problem mit der CC aber meine güte. Digitales Fernsehen ist nun einmal die Zukunft. Seit ich Digi TV habe von der CC weiss ich die vorteile sehr zu schätzen und geniesse TV schauen wieder.

    6 Franken pro monat sind ja jetzt auch nicht die welt und wenn es technische neuerungen gibt (hdmi anschluss etc) dann kriegt man eine neue box. Wenn man allerdings eine im fachhandel für 200-300 franken kauft dann muss man sich später wieder eine neue kaufen.

    Die Leute in der schweiz kommen mir mehr und mehr wie die schlimmsten hinterwäldler vor :-) einfach jaaaa nichts neues und sich gegen jeden fortschritt wehren.

    Wenn man sich schon gegen abzockerei wehren will dann kann man auf anderen gebieten viel eher anfangen (essen, lebenskosten etc.) da machen die 6 Cablecom franken genau nichts aus.

    Aber was solls, es ist halt "trendy" gegen die CC zu motzen und deswegen machen da viele mit.

    Gruss

  5. #5
    Wrzlbrnft ist offline Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
    01.01.1970
    Ort
    Dreiländereck am Rheinknie
    Beiträge
    843

    Standard

    Die Stiftung Kabelnetz sollte sich gescheiter darum bemühen, dass das DVB-C -Grundangebot unverschlüsselt ausgestrahlt wird und der Zugang auch mit Fremdboxen ermöglicht wird. Dass ich mir alle paar Jahre eine neue Set-Top-Box kaufen muss, ist auch vollkommener Quatsch. Es steht jetzt in nächster Zeit zwar die Einführung von HDTV mit entsprechend notwendigen neuen Boxen an, herkömmliche DVB-C -Boxen könnte ich jetzt aber auch schon seit bald 10 Jahren nutzen. Da ist der "Verschleiss" etwa bei Heim-PC deutlich grösser. Oder hat noch irgendjemand von euch einen Windows-95-Rechner im Regelbetrieb?

  6. #6
    Avatar von olifaessler
    olifaessler ist offline Super-Moderator
    Registriert seit
    23.03.2006
    Beiträge
    2.558

    Standard

    Natürlich bin ich auch für die möglichst rasche Durchsetzung des digitalen Netzes. Aber wenn man sich den Artikel so durchliest schimmert doch da wiedereinmal durch das irgendwas nicht stimmt. Warum wird Basel auf der einen Seite angeboten 10 franz. Sender mehr als im Rest der Schweiz zu verbreiten, nur um das Angebot durchzudrücken? Und gleichzeitig wird mit fehlendem Platz argumentiert? Es geht einzig und allein darum die Digitalisierung durchzudrücken und die Konsumenten zu Zwingen zusätzlich zu zahlen. Mit fehlendem Platz hat das gar nichts zu tun. Schon gar nicht im Basler Netz. Platz ist jetzt schon genug da. Hier geht die Cablecom nun plötzlich auf Kompromisse ein, weil es zum Glück noch den Stiftungsrat gibt, welcher die Konsumenteninteressen wahren kann.

    Das ganze Gestänker beider Seiten würde sich von alleine lösen, wenn Cablecom den Standard öffnen würde, resp. die Standards einhalten und die Verwendung von CAMs erlauben (das Security by Obscurity nix bringt, beweist ja einmal mehr die Diskussion um die DreamBox), und das digitale Grundangebot zum gleichen Preis wie das analoge Programm verbreiten würde.

  7. #7
    Wrzlbrnft ist offline Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
    01.01.1970
    Ort
    Dreiländereck am Rheinknie
    Beiträge
    843

    Standard

    Dem ist soweit eigentlich nichts hinzuzufügen. Bezüglich den zusätzlichen 10 Programmen ist aber zu sagen, dass in Basel aufgrund der Grenznähe eben doch eine gewisse Bilingualität herrscht. Die äussert sich zwar nicht wirklich stark, aber sie ist vorhanden (werde von Leuten gelegentlich auch einfach mal auf französisch angesprochen). Zudem wird es ab Herbst über DVB-T voraussichtlich gleich 22 französische Programme über die terrestrische Antenne geben, das ergibt auch einen gewissen Zugzwang. Und in Biel werden z.B. sicher auch mehr französische Programme verbreitet als in der übrigen Deutschschweiz, oder?

    Letztlich gehe ich ohnehin davon aus, dass über kurz oder lang sämtliche Sprachregionen das gleiche cablecom-Angebot erhalten werden, sobald genügend digitale Kapazitäten vorhanden sind.


 
Seite 1 von 3 123 LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •