Was in diesem Artikel lediglich als Schlusssatz angefügt wurde, nämlich dass es auch "positive Effekte haben könnte", wurde im Bericht ausführlicher behandelt.
Zum einen bezieht sich der Konkunktiv nur auf die Medienfirmen selbst, die durch den Werbeeffekt und zusätzlichem Merchandising eine neue Einnahmequelle erhalten, so dass nicht abschließend geklärt werden kann, ob sie wirklich Verluste schreiben oder nicht vielleicht sogar Gewinne machen.
Zum anderen gibt es andere Firmen, die damit definitiv Gewinne machen. Diese werden auch konkret benannt, das wären z.B. die Provider, da die teureren, aber schnelleren Leitungen gekauft werden. Da sind aber auch die Hardwarehersteller, z.B. Festplattenfabrikanten. Dass die Hersteller von CD-Rohlingen oder mp3-Playern nur dank Filesharing so gut verkauft wurden, ist mittlerweile hinreichend bekannt.
Nicht zu vergessen ist, dass Filesharer dank eben der Nachfrage bei Netzbetreibern und Hardwarefabrikanten zum Innovationsschub beitragen, welche diese Branche in den letzten 15 Jahren erfahren hat.
Es wäre angemessen all diese Faktoren zu berücksichtigen und eine volkswirtschaftliche Rechnung durchzuführen, anstatt wie in den letzten Jahren einfach nur die Meldungen der Medienkonzerne ungeprüft zu hinterfragen.
Mit dem Bericht wurde ein erster Schritt von offizieller Seite gemacht. Zwar sehr spät, aber trotzdem sollte man dankbar sein dass die Argumente von öffentlicher Seite überhaupt mal wahrgenommen werden.
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